Osama Bin Laden

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    saudi-arabischer Geschäftsmann und mutmaßlicher Terroristenführer; * (vermutlich) 1957 oder 1958 in Riad, † 2. Mai 2011 in Abbottabad (Pakistan); auch: Usama Bin Ladin;

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    Osama Bin Laden

    Osama Bin Laden stammte aus einer äußerst wohlhabenden saudi-arabischen Familie. Er verließ Saudi-Arabien nach der Besetzung Afghanistans durch sowjetische Truppen Ende 1979, um sich den afghanischen Widerstandskämpfern (Mudschaheddin) anzuschließen. 1989 gründete er "Al Kaida", eine Terrororganisation von ehemaligen Mudschaheddin und Sympathisanten.

    Nach seiner Rückkehr nach Saudi-Arabien bekämpfte er die Allianz des saudischen Königshauses mit dem Westen. Als er 1994 nach einem zweijährigen Aufenthalt in Khartum (Sudan) nach Saudi-Arabien zurückkehrte, wurde ihm aufgrund seiner Opposition zum Königshaus die saudi-arabische Staatsbürgerschaft entzogen. 1996 zog sich Bin Laden als "Gast" der radikalislamischen Taliban-Regierung nach Afghanistan zurück.

    1998 rief Bin Laden zum "heiligen Krieg" (Dschihad) gegen die USA und Israel auf und gründete die "International Islamic Front for Jihad against America and Israel". Ihm wurde vorgeworfen, auf verschiedenen Wegen (Finanzierung, Anstiftung, Organisation) für zahlreiche Attentate verantwortlich zu sein. Unter anderem soll er der Drahtzieher der Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 gewesen sein. Ende 2000 wurde in den USA deswegen offiziell Anklage gegen ihn erhoben. Laut Angaben der US-Regierung war er außerdem der Initiator der koordinierten Reihe von Terroranschlägen auf die USA am 11. September 2001. Nachdem die Taliban der daraufhin von den Vereinigten Staaten geforderten Auslieferung Bin Ladens nicht nachkamen, beendeten die USA (und Verbündete) die Taliban-Herrschaft in Afghanistan mit militärischen Mitteln. Bin Laden selbst blieb jedoch vorerst unauffindbar. Nach zehnjähriger Suche wurde er schließlich in der Nacht zum 2. Mai 2011 von US-Spezialkräften und pakistanischem Militär in Pakistan getötet.

    KALENDERBLATT - 9. Mai

    1976 Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof wird in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Meinhof beging während des Prozesses gegen sie und andere Mitglieder der Gruppe Selbstmord. Andreas Baader, der wie sie an der Gründung der Baader-Meinhof-Gruppe mitwirkte, nimmt sich im Oktober 1977 im selben Gefängnis das Leben.
    1993 In Paraguay geht bei den ersten demokratischen Wahlen seit der Gründung des Staats die Colorado-Partei als Sieger hervor. Juan Carlos Wasmosy Monti wird neuer Staats- und Regierungschef.
    1994 Nelson Mandela, seit 1991 Vorsitzender des ANC, wird zum ersten schwarzen Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas gewählt. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers dauert bis 1999 an.



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