Orthodoxe Kirche

    Aus WISSEN-digital.de

    gehört zur Ostkirche; die orthodoxe Kirche spaltete sich ab 1054 von Rom ab. Es gibt mehrere selbstständige orthodoxe Kirchen, die sich aber in Bekenntnis und Liturgie sowie den Sakramenten verbunden fühlen. Den Papst als Oberhaupt lehnen sie alle ab. Dennoch sind Ähnlichkeiten zwischen den orthodoxen Kirchen und der katholischen Kirche sehr groß. Äußerlich unterscheidet sich allerdings die Liturgie, da die orthodoxe Kirche dem byzantinischen, die katholische Kirche dem römischen Ritus folgt. Das Hauptgebiet der orthodoxen Kirche umfasst den Balkan, Griechenland und Russland.

    Die orthodoxe Kirche zählt schätzungsweise 250 Millionen Gläubige und umfasst eine Reihe von Kirchen, die völlig unabhängig voneinander sind. Diese Kirchen sind "autokephal", d.h. sie haben jeweils ihr eigenes geistliches Oberhaupt, das keinem höheren Kirchenfürsten, sondern nur Jesus Christus verantwortlich ist. Autokephale Kirchen sind die vier alten griechischen Partriarchate (Alexandrien, Antiochien, Jerusalem, Konstantinopel) sowie ein Reihe von Landeskirchen, z.B. die griechische, serbische und montenegrinische, rumänische oder russische.

    Die Grundlage der Lehre dieser Kirchen bilden die Heilige Schrift und die Satzungen der sieben ersten allgemeinen Konzile. Im Mittelpunkt des theologischen Denkens stehen das Glaubensgeheimnis der Trinität (Dreieinigkeit) und die Christologie. Der Mensch ist zwar Abbild des Göttlichen, zugleich aber befindet er sich in einer so unermesslich großen Distanz, dass diese nur der Schöpfer überbrücken kann. Nicht Sünde und Schuld, sondern Geschöpflichkeit und Endlichkeit trennen den Menschen von Gott. Im Hinblick auf diese Trennung kommt es in erster Linie auf die göttliche Natur Jesu Christi an, erst in zweiter Linie auf das Mysterium seiner Menschwerdung. Denn nur seine göttliche Natur gibt seinem Tod die erlösende Kraft. Im Gottesdienst dieser Kirchen tritt die Predigt hinter der Liturgie fast völlig zurück.


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