Olympische Kunstwettbewerbe

    Aus WISSEN-digital.de

    In den Jahren zwischen 1912 und 1948 wurden bei sieben Olympischen Spielen auch Medaillen für künstlerische Leistungen auf 18 Gebieten vergeben. Allerdings fanden die Juroren nicht immer preiswürdige Arbeiten für alle drei Medaillen-Kategorien. Unter den Ausgezeichneten sind besonders zu nennen der deutsche Dichter Rudolf Georg Binding (Silber in Amsterdam 1928 für das lyrische Werk "Reitvorschrift für eine Geliebte"), der umstrittene Malers und Bildhauers Arno Breker (Silber in Berlin 1936 in Bildhauerkunst und Plastiken für seine Statue "Zehnkämpfer") und der Komponist Werner Egk (Goldmedaille in Musik/Kompositionen für Orchester für seine "Olympische Festmusik").

    In Stockholm 1912 wurde in Literatur/ Dichtung jeder Art die Goldmedaille an ein deutsches Autoren-Duo namens Georg Hohrod/ M. Eschbach für ihre "Ode an den Sport" vergeben. Es stellte sich heraus, dass dieser "Olympiasieg" eigentlich dem Wiederbegründer der Olympischen Spiele und IOC-Präsident Baron Pierre de Coubertin gehörte, der die Ode unter diesem Pseudonym eingereicht hatte.

    In den 66 "Wettbewerben" errangen deutsche Künstler die meisten Auszeichnungen: sechsmal Gold, siebenmal Silber und neunmal Bronze, gefolgt von Italien (5/7/2) und Frankreich (5/4/5).

    Die Kunstwettbewerbe waren: Architektonische Entwürfe (1928-1948), Städtebauliche Entwürfe (1912-1932), Bildhauerkunst/ Plastiken (1912-1948), Medaillen und Plaketten (1928-1948), Reliefplastiken (1936 und 1948), Malerei und Grafik (1912-1948), Zeichnungen und Aquarelle (1928-1948), Gebrauchsgrafik (1936) und sonstige grafische Kunst (1928-1948), Literatur/ Dichtung jeder Art (1912-1932), Lyrische Werke (1928-1948), Dramatische Werke (1928, 1936 und 1948, wobei nur 1928 eine Medaille/Silber vergeben wurde), Epische Werke (1928, 1936 und 1948), Musik (1912-1948, mit den Unterteilungen in Musik jeder Art, Gesangskompositionen, Kompositionen für ein Instrument und Kompositionen für Orchester), Bergsteiger-Preis und Aeronautischer Preis.

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    1932 Die Reichstagswahlen enden mit einem triumphalen Sieg für die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler.
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