Objektorientierung

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: objektorientierte Programmierung, OOP,

    Art der Programmierung, die v.a. entwickelt wurde, um praktischen Erfordernissen besser gerecht zu werden und um konkrete Probleme besser zu lösen. Sie benutzt so genannte Objekte, die miteinander Botschaften austauschen können. Dieses Verfahren erlaubt es, komplexe Aufgaben zu strukturieren und zu bewältigen. Im Vordergrund stehen die zu lösenden Probleme, nicht die Details der Ausführung (z.B. Anpassung an die Hardware).

    Traditionelle Programmiermethoden unterscheiden in der Regel zwischen passiven Datenstrukturen und aktiven Funktionen, welche die Daten benutzen oder verändern. Bei der Objetkorientierung gibt es keine derartige Trennung. In einem Objekt sind alle Daten und Funktionen, die für eine bestimmte Aufgabe notwendig sind, zusammengefasst. Sie wirken in dieser "gekapselten" Form zusammen. Die innere Funktionsweise des Objekts kann beim Programmieren unberücksichtigt bleiben, von Interesse ist nur, wie es benutzt werden kann (Prozeduren, Funktionen, Datenstrukturen).

    Die Objektorientierung erlaubt es, Aufgaben durch die Kombination verschiedener "selbstständiger" Objekte zu strukturieren. Aufgaben werden in Teilaufgaben zerlegt und von den jeweils "zuständigen" Objekten bewältigt, die mit anderen Objekten durch Nachrichten kommunizieren.

    Diese Programmiermethode kann auch solche Objekte benutzen, die bereits in anderen Zusammenhängen geschaffen wurden. Dies erlaubt teilweise Standardisierung; die Programmierung muss nicht immer wieder von vorn anfangen, sondern kann vorhandene Lösungen einbeziehen und weiterentwickeln. Aus vorhandenen Objekten lassen sich auch neue mit ähnlichen oder erweiterten Eigenschaften erzeugen (so genannte Vererbung).

    Als Vorläufer der heutigen objektorientierten Programmierung können Programmiersprachen gelten, die konkrete Problemlösungen in den Mittelpunkt stellen, also z.B. COBOL, FORTRAN und Simula. Als erste konsequent objektorientierte Sprache gilt Smalltalk (1981 in Kalifornien bei Xerox entwickelt). Sie fußt auf Simula. Auf Smalltalk geht auch die Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen zurück. Vollständig objektorientierte Programmiersprachen wie Smalltalk oder Eiffel sind eher selten anzutreffen. Verbreitet sind heute objektorientierte Erweiterungen traditioneller Programmiersprachen (etwa:C++ auf der Basis von C).

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