Niccolò Machiavelli

    Aus WISSEN-digital.de

    italienischer Philosoph und Schriftsteller; * 3. Mai 1469 in Florenz, † 22. Juni 1527 in Florenz

    Datei:Macchiavelli n.jpg
    Niccolò Machiavelli

    gemäß seiner Familientradition im höheren Staatsdienst der Republik Florenz tätig, lernte Machiavelli in diplomatischer Mission die wichtigsten Fürstenhöfe kennen. 1494 wurde er Staatssekretär; in den folgenden Jahren war er häufig als Gesandter im Ausland; als militärischer Heerführer siegte er 1509 in Pisa. Nach der Rückkehr der Medici wurde Machiavelli abgesetzt und verbannt. 1513 saß er für kurze Zeit im Gefängnis. Nach der Wahl Giovanni de Medicis zum Papst (Leo X.) hielt er sich wieder in Florenz auf. In untergeordneter Stellung war er vorwiegend literarisch tätig.

    Aus seiner Vertrautheit mit der heidnisch-römischen Antike (Livius) und der nüchternen Beobachtung der politischen Wirklichkeit seiner Zeit, gelangte Macchiavelli zu einer realistischen Geschichtsbetrachtung (Macht des Staates) und schrieb im vorzüglichen Prosastil die Geschichte der Stadt Florenz.

    Sein Hauptwerke sind "Die Betrachtungen" (Discorsi), in denen Machiavelli das Wesen der Republik, dessen Stellung und dessen Aufgaben behandelt, und "Geschichten von Florenz" (Istorie Florentine). Sein bekanntestes Werk ist "Il Principe" (Der Fürst), durch das er zum verrufenen Theoretiker des modernen, rein weltlichen Machtstaates wurde, der sich gemäß der "Staatsnotwendigkeit" eine eigene Moral, die so genannte Staatsräson, schafft.


    Zitat
    N. Macchiavelli: Die Menschen vergessen eher den Tod des Vaters als den Verlust des väterlichen Erbteils.


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