Neurose

    Aus WISSEN-digital.de

    seelisch verursachte Krankheit, die sich sowohl auf seelischem als auch auf körperlichen Gebiet äußern kann.

    Die moderne Lehre von den Neurosen geht ursprünglich auf Sigmund Freud zurück (Psychoanalyse) und ist in den letzten Jahrzehnten mehrfach ergänzt und erweitert worden. Neurosen sind Folgen gestörter seelischer Verarbeitung von Lebensschwierigkeiten wie Enttäuschungen (Frustrationen) und Konflikten, besonders von Triebkonflikten. Die auslösenden seelischen Verletzungen sind oft aus dem Bewusstsein verdrängt und reichen bis in die frühe Kindheit zurück.

    Einteilung

    Es gibt viele Versuche, die Neurosen einzuteilen, sei es nach den vielfältigen Erscheinungsformen oder Schweregraden, sei es nach den auslösenden Ursachen.

    Äußert sich die Neurose überwiegend in körperlichen Symptomen, kommt es also zu einer Umwandlung (Konversion) seelischen Leides in körperliches Leiden, so spricht man von Konversionssymptomen oder "Konversionsneurosen". Steht dabei ein Körperorgan, z.B. Herz oder Magen im Vordergrund, spricht man auch von "Organneurosen" (z.B. Herzneurose) oder bei vorwiegend vegetativen Störungen von "vegetativer Neurose".

    Viel verwendet wird die Einteilung der Neurosen durch I. H. Schultz:

    Fremd-Neurosen: Diese werden vor allem durch ungünstige Milieueinflüsse z.B. Elternhaus, Schule ausgelöst. Rand-Neurosen: Fehlhaltung oder Fehlgewöhnungen, die nach seelischen Schockerlebnissen, z.B. Unfällen, festgehalten werden; Rand-Neurosen äußern sich häufig auf körperlichem Gebiet. Schicht-Neurosen: Entstehung meist durch Konflikte oder verdrängte Affekte. Kern-Neurosen, auch Charakter-Neurosen genannt: Hier ist die ganze Persönlichkeit neurotisch, die Neurose wurzelt tief im "Kern" der Persönlichkeit, äußert sich nicht selten in Suchten, Perversionen oder psychopathie-ähnlichen Erscheinungsbildern.

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