Nashornvögel

    Aus WISSEN-digital.de

    (Bucerotidae)

    Verbreitungsgebiet

    Nashornvögel sind vor allem über Afrika südlich der Sahara, Südwest-Arabien, Südasien, die Philippinen, die Molukken, Neuguinea, den Bismarck-Archipel und die Salomonen verbreitet. Sie halten sich sowohl in feuchten Regenwäldern als auch in trockenen Steppengebieten auf.

    Körperbau

    Die Nashornvögel erhielten ihren Namen von einem auffällig großen, meist gebogenen Schnabel, der häufig einen horn-, helm- oder leistenförmigen Aufsatz trägt.

    Die über einen Meter großen Vögel besitzen außerdem an Kopf und Hals auffällig gefärbte nackte Hautpartien. Das Gefieder der Nashornvögel ist meist von einem metallisch glänzenden Schwarz; Schnabel und Horn sind bunt gefärbt. Beim Fliegen verursachen besonders die größeren Arten ein lautes, an eine sich nähernde Eisenbahn erinnerndes Geräusch.

    Ernährung

    Sie ernähren sich hauptsächlich von den nahrhaften, zuckerreichen Früchten des Urwalds; kleinere Tiere wie Frösche, Eidechsen, Jungvögel, Schnecken und Insekten sind nur Eiweißbeikost.

    Fortpflanzung

    Mit einer einzigen Ausnahme (Hornraben, Gattung Bucorvus) vermauern Nashornvögel den Eingang zu ihrer Bruthöhle bis auf einen kleinen Spalt. Durch diesen füttert das Männchen seine Familie, und das Weibchen befördert durch die Öffnung Abfälle aus dem Nest. Dieser Höhlenverschluss (den das Weibchen bei Bedarf aufsprengen kann) bietet Schutz gegen Nesträuber wie Schlangen und Affen.

    Sonstiges

    Die Schnäbel mancher dieser eindrucksvollen Tiere sind genau wie die Nasenaufsätze von Nashörnern in Südostasien als Aphrodisiakum, aber auch als Medikament und Schnitzmaterial begehrt. Der mehr als 300 Gramm schwere Hornschnabel des Schildhornvogels (Rhinoplax vigil) wurde im mittelalterlichen China als "Vogelelfenbein" zum doppelten Preis des Elefantenelfenbeins verkauft.

    Systematik

    Familie aus der Ordnung der Rackenvögel (Coraciiformes); enthält 14 Gattungen mit 55 Arten und 74 Unterarten; Nashornvögel sind die nächsten Verwandten der Wiedehopfe.

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