Nachhaltigkeit fürs Eigenheim: Mit Öko-Möbeln und gutem Beispiel voran

    Aus WISSEN-digital.de

    Sicher, die Welt der Möbel ist mehr als vielseitig: Neben den diversen Großkonzernen und Global Playern à la IKEA & Co. haben sich bereits seit Langem moderate Möbelbauer wie Ostermann sowie luxuriöse Eigenheimausstatter wie Segmüller in dem hiesigen Möbelmarkt etablieren können. Doch lediglich eine breite Auswahl oder ein anspruchsvolles Design scheint im 21. Jahrhundert nicht mehr auszureichen: Mit dem Trend der Öko-Möbel hat sich in den letzten Jahren eine kleine Revolution lostreten können, die mittlerweile nicht nur eine ausgewählte Schicht der Besserverdiener, sondern auch den „kleinen Mann von der Straße“ in ihren Bann zieht.

    Öko-Möbel unter der Lupe

    Zugegeben: Seit einem guten Jahrzehnt sind auch in den Auslagen führender Großkonzerne, die früher den Ruf unprofessioneller Eigenheimausstatter innehatten, hochwertige und langlebige Produkte finden. Bei den schwedischen, amerikanischen und nicht zuletzt auch deutschen Anbietern tummeln sich jedoch nach wie vor Spanplatten und Holzverschnitte, sodass hier oftmals keineswegs von einem Nachhaltigkeitskonzept zu sprechen ist. Da seit dem beschlossenen Atomkraft-Ausstieg sowie der angestrebten E-Revolution im Straßenwesen zumindest hierzulande jedoch ebensolche Konzepte immer größer geschrieben werden, haben sich eben auch einige Anbieter dem Trend der Öko-Möbel zugewandt: Unter www.allnatura.de beispielsweise ist selbst per Mausklick eine ganze Palette an Möbel zu finden, die nicht nur umwelt-, sondern auch designtechnisch an weiten Teilen der breiten Konkurrenz „normaler“ beziehungsweise „kurzlebiger“ Modelle vorbeiziehen kann.

    Das eigentliche Angebot auf solch Seiten ist zwar stets etwas kleiner, doch angesichts der teilweise sehr unterschiedlichen Ausführungen lässt sich im Grunde genommen für jeden Geschmack eine passende Alternative finden. Zu den führenden Herstellern gehören derweil etwa Unternehmen wie Naver Collection und Riva 1920: Hier nehmen vor allem Möbel aus – größtenteils – unbehandelten Holzarten, aber auch Textilerzeugnisse einen großen Raum ein. Zwar kosten all die Ausführungen gut ein Viertel, häufig sogar die Hälfte mehr, als es vergleichbare Stücke ohne dem grünen Plus tun, doch wer zum Beispiel auf ökologisch konzipierte Matratzen setzt – oder besser gesagt liegt – erhält durchaus die Gelegenheit, sowohl der Umwelt als auch seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun! Durch die Nutzung solcher Varianten lassen sich nachweislich Allergien sowie Erkrankungen der Atemwege vorbeugen!

    Wo Öko drauf steht …

    … ist auch Öko drin. Dafür will zumindest die offizielle Prüf- und Vergabestelle des Siegels ÖkoControl sorgen. So kontrolliert die Organisation zum Beispiel, ob Möbel aus nachträglichen Forstprojekten stammen und unter fairen Bedingungen abgebaut wurden. Hier können sich allerdings durchaus Unterschiede auftun, denn neben der allgemeinen Richtlinie, dass die Hölzer sowie Textilstoffe nicht dem sogenannten „Raubbau-Prinzip“ entspringen dürfen, gibt es nur wenige Grundvoraussetzungen, die ein Möbelstück erfüllen muss, um besagte Plakette tragen zu dürfen.

    So sollten Interessenten auch stets auf Angaben zu Schadstoffen und Transportwegen achten. CO2 lastige Fahrten, die die Hölzer teilweise mehrmals um die Erde in deren verschiedensten Ecken führen, wo sie dann „step by step“ zu den jeweils günstigsten Konditionen zusammengeschustert werden, stellen in der Abteilung der Öko-Möbel keine Seltenheit dar! Insbesondere unter Holzprodukten aus der Sparte an Büromöbeln und Unterhaltungsstationen (TV-Regale, Soundbars …) gelangen immer wieder „schwarze Schafe“ in die zahlreichen (Online-)Prospekte. Selbst renommierte Händler können sich von diesem Umstand nicht freisprechen, wobei in der Regel kaum nachzuweisen ist, ob in solchen Fällen mit Vorsatz gehandelt wurde oder nicht.

    Klar ist auf jeden Fall, dass die Strafen für den ungerechtfertigten Gebrauch von Prüfsiegeln wie dem Öko-Control-Zeichen zu niedrig gehalten sind, was den Missbrauch ebensolcher Auszeichnungen wohl auch recht lukrativ, weil risikoarm, macht. Wer sich dem Nachhaltigkeitstrend fürs Eigenheim anschließen möchte, sollte also stets selbst ein Auge auf die Bedingungen, zu denen die Möbel hergestellt wurden, werfen. Nur wenn die einzelnen Punkte der offiziellen Prüfkriterien separat aufgeführt werden, kann der Käufer mehr oder weniger sichergehen, auch tatsächlich ökologisch wertvolle Möbelwelten aufzustellen.

    KALENDERBLATT - 28. Juni

    1902 Der so genannte Dreibund, ein Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Das Abkommen hat im Kriegsfall entweder Bündnispflicht oder wohlwollende Neutralität zur Folge.
    1914 Der Erzherzog Franz Ferdinand, der Nachfolger des österreichischen Kaisers Franz Joseph und Oberbefehlshaber der Armee, wird vom serbischen Geheimbund "Die schwarze Hand" getötet. Dieses Ereignis wird zum Auslöser des Ersten Weltkrieges.
    1919 Die deutsche Delegation unterzeichnet den Versailler Vertrag. Da dieser Deutschland zum alleinverantwortlichen Schuldigen des Ersten Weltkrieges macht und Deutschland sehr harte Friedensbedingungen abverlangt, wird der Vertrag zum Bumerang für die Sieger: Der Vertrag ist mitverantwortlich für die Entwicklungen, die zum Zweiten Weltkrieg führen.



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