Multitasking

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Multiprogrammbetrieb, deutsch: Mehrprogrammverarbeitung;

    eine vom Betriebssystem zur Verfügung gestellte Betriebsart, die es dem Computer ermöglicht, gleichzeitig mehrere Tasks (Aufgaben, Programme) auszuführen. Dabei wird zwischen einem kooperativen und einem präemptiven Multitaskingbetrieb unterschieden.

    Beim kooperativen Multitasking wird einem oder mehreren im Hintergrund laufenden Tasks dann Verarbeitungszeit zugewiesen, wenn der Vordergrundtask angehalten ist (sich im "Leerlauf" befindet) und dieser die Hintergrundverarbeitung auch tatsächlich erlaubt. Das eigentliche Multitasking wird in diesem Fall also von der Vordergrundanwendung gesteuert. Problematisch beim kooperativen Multitasking ist, dass der Absturz eines der im Vorder- oder Hintergrund ausgeführten Programme das gesamte System zum Absturz bringen kann.

    Im Gegensatz dazu übernimmt beim präemptiven Multitasking das Betriebssystem selbst die Kontrolle und unterbricht in bestimmten Zeitabständen die Ausführung eines Programms, um die Steuerung einer anderen, im Hintergrund wartenden Anwendung zu übergeben. Diese Form des Multitaskings wird auch als "Zeitscheiben-Multitasking" bezeichnet und gilt als relativ sicher, da der Absturz eines Programms die Funktionsfähigkeit anderer laufender Programme oder des gesamten Systems nicht berührt. Die meisten modernen Betriebssysteme verwenden das präemptive Multitasking.


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