Mexiko-Stadt

    Aus WISSEN-digital.de

    spanisch: Ciudad de México; Mexico-City;

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    Statue »La Diana« in Mexico City

    Bundeshauptstadt von Mexiko. Die auf einer Höhe von 2 240 m ü. NN liegende Stadt ist mit 22,1 Millionen Einwohnern (Agglomeration) eine der höchstgelegenen Metropolen der Welt.

    Die Stadt ist kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes. In Mexiko-Stadt gibt es neun Universitäten einschließlich der Nationaluniversität, eine Technische Hochschule und mehrere Fachhochschulen und weitere bedeutende wissenschaftliche Einrichtungen. Das historische Zentrum zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Die Stadt ist Sitz der Bundesbehörden und ein bedeutendes Handelszentrum. Nennenswert sind unter anderem die Tabak- und die Textilindustrie. Auf Grund des starken Verkehrsaufkommen hat die Stadt mit ständigen Staus und Luftverschmutzung zu kämpfen.

    Kunst und Kultur

    Der Zócalo-Platz (eigentlich: Plaza de la Constitución) ist das Zentrum der Stadt. An ihm liegen der Nationalpalast, der Stadtpalast und die Kathedrale der Stadt, die 1573-1667 im spanischen Renaissancestil erbaut wurde. Eine weitere wichtige Kirche aus der Zeit der Spanier ist Santiago de Tlatelolco. Berühmt ist die barocke Wallfahrtsbasilika von Guadalupe, die mit modernen Bauelementen saniert wurde. In der Stadt gibt es eine Reihe von Museen. Das Anthropologische Nationalmuseum etwa gibt einen Einblick in die Kultur der mittelamerikanischen Hochkulturen. Sehenswert ist auch der Chapultepec-Park, in dessen Nähe viele Museen liegen. Teilweise sind in der Stadt noch Zeugnisse der aztekischen Baukunst zu besichtigen. In der Stadt finden sich auch viele moderne Bauwerke. Zu nennen sind hier etwa der Palacio de los Deportes oder der für die Universität gebaute Pavillon für kosmische Strahlenforschung, die der Architekt Felix Candelas geschaffen hat.

    Geschichte

    1325 gründeten die Azteken auf der Insel des Texcoco-Sees die Stadt Tenuchtitlan. Der erste aztekische König hieß Itzcoatl. Die Großstadt Tenuchtitlan wurde mithilfe von Tributzahlungen großartig ausgebaut, v.a. mit Tempeln vieler Götter (u.a. Kult des wiederkehrenden Quetzalcoatl). In der Stadt entstanden reiche Türkismosaike, Figurenplastiken, Goldarbeiten und farben- und motivreiche Bilderhandschriften mit mythologischem und historischem Inhalt. 1521 wurde Tenuchtitlan von Cortés nach heftiger Gegenwehr der Azteken unter Cuauhtemoc erobert und anschließend von den Spaniern vollständig zerstört. Auf den Trümmern Tenuchtitlans wurde dann von den Eroberern die Stadt Mexiko gegründet. Lange Zeit war Mexiko-Stadt das wichtigste Zentrum der Spanier im nördlichen Mittelamerika. In den ständigen revolutionären Wirren des 19. Jh.s wechselten die Herrscher in der Stadt häufig.


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