Maurice Maeterlinck

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    belgischer Schriftsteller; * 29. August 1862 in Gent, † 6. Mai 1949 in Orlamonde bei Nizza

    Maeterlinck stammte aus einer wohlhabenden flämischen Familie. Er studierte Rechtswissenschaften, bevor er 1896 nach Paris übersiedelte. Dort wandte er sich dem Symbolismus zu; sein Werk nahm aber innerhalb dieser Richtung durch die mystischen Züge immer eine Sonderstellung ein. Maeterlinck schrieb in französischer Sprache und seine Dramen, insbesondere Märchendramen wie "Prinzessin Maleine" (1889) oder "Alladine und Palomindes", die er selbst "mystische Spiele" nannte, wurden zu seiner Zeit häufig aufgeführt. Eines von ihnen, "Pelleas und Melisande" (1892), hat als Oper in der Vertonung von Claude Debussy die anderen Werke überdauert.

    Wiederkehrendes Thema seines Werkes - sowohl in den frühen Dramen wie "Der Eindringling" (1890) oder "Die Blinden" (1897), als auch in seinen philosophischen Schriften - waren die gequälte Seele, der Tod und die Bedrohung durch jenseitige Mächte.

    Um die Jahrhundertwende wandte er sich in seinem Essay "Weisheit und Schicksal" (1898) vom Symbolismus und schließlich auch von seinem tiefsitzenden Pessimismus ab.

    Neben den Dramen verfasste Maeterlinck philosophische Naturbetrachtungen, unter anderem "Die Intelligenz der Blumen" und "Das Leben der Bienen" (1901).

    Internationalen Ruhm brachte ihm 1909 sein Drama "Der blaue Vogel" ein, das mit den Ausschlag für die Verleihung des Literatur-Nobelpreises 1911 gegeben haben mag.

    1940 floh er vor dem Terror der Nationalsozialisten und lebte bis 1946 in den USA. Von 1947 bis zu seinem Tod war Maeterlinck Vorsitzender des internationalen PEN-Clubs.


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