München

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    München

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    Bundesland Bayern
    Höhe 519 m.ü.NN
    Fläche 310,4 km²
    Einwohner 1.400.000
    Vorwahl 089
    KFZ-Kennzeichen M
    Webpräsenz www.muenchen.de

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    an der Isar gelegene Hauptstadt des Bundeslandes Bayern. München liegt auf einer Höhe von 525 m ü. NN und hat ca. 1,4 Millionen Einwohner. Es gibt eine Universität sowie technische und andere Hochschulen. Die Stadt ist ein wichtiger Industriestandort in Deutschland. Die Stadt ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Filmindustrie und neben Frankfurt und Berlin ein Zentrum des deutschen Verlagswesens.

    Kunst und Kultur

    Bedeutende Kirchen sind der Dom Unserer lieben Frau (1468ff.), eine spätgotische Hallenkirche mit Kuppelhauben (vor 1525) auf den Doppeltürmen, St. Peter (gotisch, mit Rokokoinnenausstattung 1753-56) und der Renaissancebau St. Michael (1583-97). Weitere bedeutende Sakralbauten sind die barocke Theatinerkirche (1663ff.), die ehemalige Hofkirche St. Michael in Berg am Laim (1738-51) und die Rokokokirche St. Johann Nepomuk der Brüder Asam (1733ff.). Einer der wichtigsten Profanbauten ist die Residenz (mehrere Bauperioden) mit dem Residenztheater (heute Cuvilliés-Theater, 1751 bis 53).

    Die zentrale Achse der Stadt bildet die Ludwigstraße (1806-50 unter Leitung von Klenze und Gärtner errichtet) mit Feldherrnhalle, Odeon, Staatsbibliothek, Universität und Siegestor. 1843-53 entstand die Ruhmeshalle mit der Bavariastatue von Schwanthaler (1844-50). Außerhalb des Stadtkerns liegen viele schöne Schlösser mit Parkanlagen wie Schloss Nymphenburg (1663-1745) mit Amalienburg (1734-39) oder das Jagdschloss Blutenburg mit spätgotischer Kapelle (1488). Das architektonisch beeindruckende Olympiastadion mit kühner Zeltdachkonstruktion und der Olympiapark wurden für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet.


    Es gibt zahlreiche Museen und Galerien, unter anderem die Glyptothek (von Klenze 1816ff. erbaut), die Neue und die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Haus der Kunst, das Lenbachhaus, die Schack-Galerie, die Stuckvilla, das Deutsche Museum und das Bayerische Nationalmuseum. Diese Museen und Gebäude sind Zeugen der kulturellen Blüte, die München im 19. Jh. und den ersten Jahrzehnten des 20. Jh.s erlebte. Sehenswert sind der Botanische Garten und der Tierpark Hellabrunn.

    Geschichte

    Die Stadt ist hervorgegangen aus einer Brückenzollstelle an der alten Salzstraße Salzburg-Augsburg. Nach der Übernahme des bayerischen Herzogtums zerstörte Heinrich der Löwe die Isarbrücke bei Oberföhring samt der Zollstelle der Freisinger Bischöfe und verlegte den Markt nach München ("Munichen", Siedlung von Tegernseer Mönchen). Den darüber entbrannten Streit zwischen dem Herzog und den Freisinger Bischöfen schlichtete Kaiser Friedrich Barbarossa durch seinen 1158 zu Augsburg besiegelten Spruch (das eigentliche Geburtsdatum Münchens), der die Aufhebung von Markt, Münze und Brücke zu Föhring bestätigte.

    Unter Ludwig II. (1253-1294) wurde die Stadt Residenz des wittelsbachischen Teilreiches ("Alte Residenz"). Sie erhielt 1294 die Stadtrechte. Es kam zu einer Blütezeit unter Albrecht III. (1438-1460), der unter Albrecht IV. (1465-1508) die Erhebung zur Hauptstadt Bayern-Landshuts folgte, seit 1545 war München (statt Landshut) Residenzstadt Bayerns. Nach einer weiteren Blütezeit im 16. Jh. (Albrecht V. und Maximilian I.; Bau des Residenzschlosses) wurde die Stadt im Dreißigjährigen Krieg von Schweden besetzt. Nur langsam erfolgte die Erholung von den Folgen des Krieges (unter Heranziehung italienischer Künstler entstanden neue Bauwerke). 1705 kam es vor München zur Niederlage der bayerischen Bauern gegen die österreichischen Truppen (Sendlinger Mordweihnacht).

    Münchens wissenschaftliche Bedeutung wurde durch Maximilian III. Joseph begründet (Akademie der Wissenschaften 1759) und der künftige Ausbau der Stadt durch Abbruch der alten Stadtmauern vorbereitet (1795). Seit 1806 war München Königsresidenz und seit 1821 Sitz des Erzbischofs (bis dahin Freising). Es erfolgte der Ausbau zur Kunststadt unter Ludwig I. (1825 bis 1848), der das Stadtbild bis heute nachhaltig geprägt hat. München wurde Sammelpunkt bedeutender Künstler (Klenze, Gärtner, Cornelius, Kaulbach, Rauch, Thorvaldsen, Schwanthaler). 1826 erfolgte die Verlegung der Universität Landshut nach München, wodurch die kulturelle Bedeutung der Stadt untermauert wurde. Seit 1870 fanden zugleich mit der kulturellen Weiterentwicklung (Musik: Reger, Pfitzner) auch die Industrialisierung und der Aufstieg zur Großstadt statt.

    1919 war München vorübergehend Sitz einer Räterepublik. 1923 erfolgte in München der missglückte Hitlerputsch. Hitler ernannte München nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" 1933 zur "Hauptstadt der Bewegung". 1938 wurde in der Stadt das Münchner Abkommen getroffen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt in großen Teilen zerstört. Nach 1945 erfolgte langsam der Wiederaufbau. 1972 fanden in München die XX. Olympischen Sommerspiele statt.

    KALENDERBLATT - 28. Juni

    1902 Der so genannte Dreibund, ein Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Das Abkommen hat im Kriegsfall entweder Bündnispflicht oder wohlwollende Neutralität zur Folge.
    1914 Der Erzherzog Franz Ferdinand, der Nachfolger des österreichischen Kaisers Franz Joseph und Oberbefehlshaber der Armee, wird vom serbischen Geheimbund "Die schwarze Hand" getötet. Dieses Ereignis wird zum Auslöser des Ersten Weltkrieges.
    1919 Die deutsche Delegation unterzeichnet den Versailler Vertrag. Da dieser Deutschland zum alleinverantwortlichen Schuldigen des Ersten Weltkrieges macht und Deutschland sehr harte Friedensbedingungen abverlangt, wird der Vertrag zum Bumerang für die Sieger: Der Vertrag ist mitverantwortlich für die Entwicklungen, die zum Zweiten Weltkrieg führen.



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