Luftschlucken

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    auch: Aerophagie;

    Störung der Schluckfunktion, so dass bei jedem Schluckakt Luft in den Magen gelangt. Diese Luft ist die Ursache von Aufstoßen und Blähungen. Sobald der Magen leer ist, braucht er eine kleine Menge Luft, um die Spannung seiner Wandlung aufrecht zu erhalten. Größere Luftmengen führen zur Aufblähung des Magens, verursachen Magendrücken und beeinflussen die Nachbarorgane Herz und Lungen (Roemheld-Symptomenkomplex). Die Ursache des Luftschluckens ist nervöser Art. Neben seltenen Schluckstörungen durch Lähmung der Schluckmuskulatur, findet man Luftschlucken meist bei vegetativ erregten oder auch psychisch unterdrückten Personen, auch schon bei Säuglingen. Dann wird nicht nur beim Essen, sondern auch bei jedem Speichelschlucken und während des Sprechens nach jedem Wort Luft geschluckt. Da es unbewusst erfolgt und durch ein Bedürfnis nach erhöhter Spannung des Magens entsteht, ist es schwer durch den Willen zu beeinflussen.

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