Louis Ferdinand (*1772)

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    preußischer Feldherr; * 18. November 1772 in Friedrichsfelde, Berlin, † 10. Oktober 1806 bei Saalfeld

    auch: Friedrich Ludwig Christian, Prinz von Preußen;

    wahrscheinlich der Verbindung des Generalleutnants Graf von Schmettau mit Luise von Brandenburg-Schwedt, der Gemahlin des Prinzen Ferdinand und Schwägerin Friedrichs des Großen, entstammend; Feldherr der antifranzösischen Kriegspartei.

    Nach seinem Eintritt in die preußische Armee (1789) machte der hochgebildete Louis Ferdinand während des 1. Koalitionskrieges als Oberstleutnant (1790) in Schlesien, dann als Regiments- und Brigadekommandeur Karriere. 1793 zum Generalmajor ernannt, wurde ihm nach dem Ausscheiden Preußens aus der 1. Koalition 1795 Magdeburg als Garnison zugewiesen, wo er sich zunehmend mit militärischen Fragen beschäftigte. Er geriet mehrfach in Konflikt mit Friedrich Wilhelm III., der ihn als Generalleutnant (1799) aus Berlin verbannte und ihm die Ehe mit der Schwester der Königin Luise verbot. Nachdem er durch seine Reisen durch Süddeutschland, Italien und Österreich zur Hoffnung der Reformer um Stein geworden war, erhielt er 1806 das Kommando über die Vorhut der Armee Hohenlohe. Auf dem Rückzug nach der Schlacht von Saalfeld fiel der Prinz nach erbittertem Einzelkampf am 10. Oktober 1806. Seine Kinder aus dem Verhältnis mit H. Fromm wurden 1810 unter dem Namen von Wildenbruch geadelt.