Leo von Klenze

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    deutscher Baumeister; * 29. Februar 1784 auf Gut Bockenem bei Hildesheim, † 27. Januar 1864 in München

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    Leo von Klenze, Foto von Franz Hanfstaengl

    Klenze war Vertreter des deutschen Klassizismus. In Berlin studierte er Kameralwissenschaften, besuchte dabei auch die Bauakademie, wo er Schinkel kennen lernte und durch die Arbeiten F. Gillys für die Antike begeistert wurde. Nachdem Klenze ganz zum Baufach übergetreten war, studierte er von 1803 an auf der polytechnischen Schule in Paris unter Durand und Percier Architektur und wurde 1808 in Kassel bei König Jerôme Bonaparte Hofarchitekt. Nach dem Zusammenbruch des Königreichs Westfalen machte er die Bekanntschaft des Kronprinzen Ludwig von Bayern, der seine Ernennung zum bayerischen Hofbauinspektor durchsetzte.

    Klenze gestaltete das Stadtbild in München wesentlich mit, er plante Königsplatz, Ludwigstraße, Odeonsplatz und große Teile der Briennerstraße. Die Gebäude wurden meist im griechisch-klassizistischen Stil ausgeführt. Auf Wunsch des Königs jedoch verwendete er auch andere Stilrichtungen, so beim Bau der Allerheiligen-Hofkirche, die sich an San Marco in Venedig anlehnt.

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    Entwurf zur Glyptothek in München; Leo von Klenze

    Die von seinem Rivalen F. von Gärtner, dem Vertreter der romantischen Richtung, begonnene und als Rundbau entworfene Befreiungshalle bei Kelheim vollendete er unter Zufügung antiker Bauglieder.

    Klenzes Bautätigkeit in Bayern erfuhr zeitweise längere Unterbrechungen, so weilte er 1834 in Griechenland, um den Plan der neuen Hauptstadt zu prüfen und einen Entwurf zur Wiederherstellung der Akropolis anzufertigen. 1839 reiste er nach Sankt Petersburg, zum Bau der neuen Eremitage und der Isaakskirche.

    Hauptbauten in München: Glyptothek (1816-31); Alte Pinakothek (1826-32); Propyläen (1846-62); Allerheiligen-Hofkirche (1826-37).

    Weitere Bauten: Walhalla bei Regensburg (1830-42), Befreiungshalle bei Kelheim (1849-63); Neue Eremitage in Sankt Petersburg (1839-52).

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