Korbinian

    Aus WISSEN-digital.de

    Missionar und Bischof von Freising; * zwischen 670 und 680 bei Melun, † 8. September 725 (?) im Kloster Weihenstephan

    Heiliger; Korbinian führte zunächst das Leben eines Einsiedlers in der Nähe seines Geburtsortes. Um 710 unternahm der Eremit eine Pilgerreise nach Rom, wo er vom Papst zum Bischof geweiht wurde. Der Papst beauftragte ihn, Missionsarbeit zu leisten. Wenige Jahre später machte Korbinian eine zweite Pilgerreise nach Rom und wurde erneut mit Missionsarbeit beauftragt. Auf Wunsch des Herzogs Grimoald von Bayern ließ er sich in Freising nieder, das durch ihn zu einem bedeutenden religiösen Zentrum in Bayern wurde. Unter anderem gründete er die Kirche St. Stephan, um die herum später die Abtei Weihenstephan entstand.

    Nach einem Streit mit dem Herzog musste Korbinian Bayern verlassen. Er hatte dem Herzog die nach damaligen Kirchenrecht verbotene Eheschließung mit der Frau seines verstorbenen Bruders vorgeworfen. Nach dem Tod des Herzogs konnte er nach Bayern zurückkehren und seine Arbeit fortsetzen.

    Korbinian wird oft zusammen mit einem Bären abgebildet. Der Legende nach fraß auf einer Pilgerfahrt nach Rom ein Bär das Maultier des Heiligen. Korbinian zwang daraufhin den Bären, ihm als Lasttier zu dienen.

    Korbinian ist der Patron des Erzbistums München-Freising.

    Fest: 8. September. Auch der 20. November ist ein Gedenktag für Korbinian.

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