Kommunistische Partei der Sowjetunion

    Aus WISSEN-digital.de

    Abk.: KPdSU;

    Die KPdSU war die einzige und machtausübende Partei in der Sowjetunion. Sie ging aus der 1898 gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR), die sich 1903 in Bolschewiki und Menschewiki spaltete, hervor.

    Die ab 1912 formell selbstständige SDAPB war die führende Kraft der Oktoberrevolution 1917 und übte ab 1918 die Macht allein aus. Nach dem Tod Lenins (1924) wurde die Partei von Stalin als Generalsekretär geführt. Ihm gelang es nach und nach, die alte Führungsschicht (Trotzki, Kamenew, Sinowjew, Bucharin u.a.) auszuschalten und später zu liquidieren und die KPdSU (umbenannt 1925) in sein Machtinstrument umzuwandeln.

    Mit dem 20. Parteitag 1956 wurde unter Chruschtschow ein Prozess der Entstalinisierung eingeleitet, der aber unter Breschnew (ab 1964) abgebrochen wurde. Mit Gorbatschow (ab 1985) wurde eine Demokratisierung der KPdSU begonnen.

    1990 verzichtete die KPdSU auf das Einparteiensystem und ihre in der Verfassung festgeschriebene führende Rolle; im August 1991 wurde ihre Tätigkeit in der UdSSR verboten, ihr Vermögen wurde in Staatseigentum übergeführt. Nach einem Beschluss des russischen Verfassungsgerichtes war der Aufbau russischer Nachfolgeorganisationen gestattet; 1993 kam es zur Gründung der "Kommunistischen Partei der Russischen Föderation" (KPRF).


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