Kodex

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    (lateinisch: codex, "Holztäfelchen")

    1. Gesamtheit der in einer Gesellschaft geltenden sittlichen Normen (Ehrenkodex, Sittenkodex).
    2. ursprünglich die zu einem Buch zusammengefügten und mit Wachs überzogenen Schreibtafeln der Römer, besonders für Ein- und Ausgabenverzeichnisse. Im Mittelalter löste der aus gebundenen Seiten bestehende Pergamentkodex die antike Buchrolle ab. Berühmt sind die frühmittelalterlichen Bibelhandschriften auf Pergament, z.B. der Codex argenteus (Silberner Kodex), die mit silbernen Lettern auf purpurrotem Pergament geschriebene gotische Bibelübersetzung des Wulfila. Heute befindet sich der Codex argenteus in Uppsala. Auch die kaiserlichen Gesetzsammlungen im Mittelalter werden als Kodices bezeichnet, z.B. der Codex Carolinus Karls des Großen, ebenso die Sammlung des katholischen Kirchenrechts, abschließend vereinigt im Codex luris Canonici (Kodex des kanonischen Rechts). Dieser Kodex ist seit 1918 in Kraft.

    Kalenderblatt - 24. Juli

    1923 Der Friede von Lausanne revidiert den Friedensvertrag von Sèvres (10. August 1920), durch den die Türkei fast alle europäischen Gebiete an Griechenland verloren hatte.
    1929 Japan hinterlegt als letzter Unterzeichnerstaat die Ratifikationsurkunde des Kellogg-Paktes. In ihm wird der Krieg als Mittel zum Lösen internationaler Streitfälle verurteilt und die friedliche Beilegung angestrebt.
    1939 Frankreich, England und Russland unterzeichnen einen Beistandspakt, der aber schon einen Monat später durch den Hitler-Stalin-Pakt jede Wirksamkeit verliert.