Kleine Wohnung optimal einrichten: Clevere Ideen für ein komfortables Zuhause

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    Gerade in Großstädten sind üppige Wohnräume mit viel Platz nicht für jeden leistbar. Angesichts steigender Mietpreise und Nebenkosten leben immer mehr Menschen in kleinen Wohnungen, die auf den ersten Blick einengend wirken können. Mit ein paar Tricks lässt sich allerdings auch ein kleiner Wohnraum luftig einrichten, ohne dass dessen Funktionalität eingebüßt werden muss. Wie Platz auch auf wenigen Quadratmetern optimal ausgenutzt werden kann und mit welchen Handgriffen auch für Komfort optimal gesorgt ist, verrät dieser Artikel.

    Was ist für das Wohlbefinden in kleinen Wohnungen wichtig?

    Mehr als elf Prozent der Deutschen leben in zu kleinen Wohnungen gemessen an der Personenanzahl. Besonders Alleinerziehende und ihre Kinder sind hiervon betroffen, aber auch Bewohner großer Städte. In anderen europäischen Ländern liegt diese Zahl sogar deutlich höher – diese Faktoren werden in Zukunft vermutlich weiter ansteigen. Schließlich wird der Trend zu kleineren Wohnungen unter anderem durch den demografischen Wandel, aber auch Faktoren wie steigende Bau- und Mietkosten vorangetrieben. Umso wichtiger also, das Beste aus dem kleinen Raumangebot herauszuholen, damit das eigene Wohlbefinden gefördert werden kann. Dafür ist vor allem eine luftige Atmosphäre wichtig, die die Räumlichkeiten nicht beengt wirken lässt. Auch Komfort, der richtige Stauraum und Funktionalität spielen hierbei eine zentrale Rolle:

    Vielseitige Nutzungsmöglichkeiten fördern: Multifunktionalität bewährt sich

    Gerade in kleinen Wohnungen stellt Flexibilität ein äußerst wertvolles Gut dar. Damit die Räume mit allen benötigten Einrichtungen nicht zu vollgepackt wirken, kann auf multifunktionale Möbel gesetzt werden. Sie vereinen mehrere Nutzungszwecke in sich und vermeiden so den Kauf vieler verschiedener Möbelstücke – was das Einrichtungsbudget auf Dauer schont, aber auch Platz spart. Dazu gehört das praktische Schlafsofa, das bei fehlendem Gästezimmer schnell und einfach in eine Übernachtungsmöglichkeit umgewandelt werden kann. Wer eine Einzimmerwohnung bewohnt, kann mit solch einem 2-in-1-Sofa allerdings auch viele Vorteile genießen. Nachts zum Bett umfunktioniert, bietet es den nötigen Schlafkomfort – am Tage wird es mit wenigen Handgriffen wieder zum platzsparenden Sofa zum Entspannen.

    Ebenfalls hilfreich sind erweiterbare Esstische oder gar Beistelltische, die mit viel Stauraum daherkommen. Vor allem erweiterbare Esstische ermöglichen es, im Falle von Besuch optimal reagieren und ausreichend Platz zum gemeinsamen Speisen anbieten zu können. Auch dann, wenn nicht genug Raum für einen designierten Essbereich zur Verfügung steht.

    Auch den vertikalen Raum bedenken

    In kleinen Wohnräumen ist es die Grundfläche, die eine bedürfnisgerechte Einrichtung erschwert. Ein Grund mehr, dem vertikalen Raum mehr Beachtung zu schenken. Dieser eignet sich sehr gut dazu, für zusätzlichen Stauraum verwendet zu werden. Denn: Wer in kleinen Wohnungen richtig Ordnung halten kann, vermeidet eine beengte Atmosphäre durch herumliegende oder sich stapelnde Gegenstände.

    Mit Wohnraumplanern diverser Einrichtungsunternehmen können Regale, Garderoben und Wandboards optimal an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. So werden beispielsweise spezielle Deckenhöhen, Wandschrägen oder Treppenräume mit berücksichtigt, wodurch sich der Stauraum optimieren lässt. Die Grundfläche des Möbelstücks bleibt dabei unverändert, sodass dieses keinen zusätzlichen Raum in der kleinen Wohnung einnimmt.

    Stilmix und Unordnung unbedingt vermeiden

    Chaos wirkt sich nicht nur negativ auf das Wohlbefinden aus, sondern lässt selbst großzügig geschnittene Räume schnell beengt wirken. Aus diesem Grund ist es wichtig, gut versteckten Stauraum in die kleine Wohnung zu integrieren. Dieser erleichtert es, Ordnung zu halten und sorgt gleichzeitig für mehr Privatsphäre, wenn sich Besuch ankündigt. Allerdings kann nicht nur Unordnung in kleinen Wohnräumen für optische (und innere) Unruhe sorgen: Auch Materialmix und die Mischung verschiedener Einrichtungsstile wirken schnell erdrückend. Deshalb gilt auch in Bezug auf Dekorationen, Kuscheldecken und Sofakissen: Weniger ist mehr.

    Auf helle Farben und einen durchgehenden Look setzen

    Besser ist es, sich vorab für einen Einrichtungsstil zu entscheiden und diesen in jedem Winkel der kleinen Wohnung durchzusetzen. Das sorgt für einen einheitlichen und deshalb fließenden Look, der den Raum automatisch üppiger wirken lässt. Helle Farben unterstreichen diese luftige Atmosphäre. Denn: Farbtöne wie Beige, Weiß und helles Gelb reflektieren das Licht. Dadurch ist nicht nur für helle Wohnräume bestens gesorgt, sondern auch für größer erscheinende Wohnungen. Dunkle oder gemusterte Möbel wiederum haben den gegenteiligen Effekt und sollten deshalb bestmöglich vermieden werden. Auch dunkle Wandfarben sorgen hier für einen optisch zu starken Kontrast, der die Räume durchbricht. Statt weitläufiger wirkt die Wohnung deshalb schnell erdrückend.

    Bereiche definieren: Produktivität und Wohlbefinden steigern

    Wer im Homeoffice tätig ist, kennt das Problem: Herrscht im eigenen Haushalt Chaos, lenkt dieses schnell von der beruflichen Tätigkeit ab. Zu groß ist die Versuchung, hier und da schnell ein wenig Ordnung zu schaffen – auch wenn dies von der Arbeitszeit abgeht. Um solche Ablenkungen im Alltag zu vermeiden, sollten die Bereiche auch in kleineren Wohnungen klar definiert werden. Zur Abgrenzung des hauseigenen Büros kann beispielsweise ein Regal verwendet werden, das gleichzeitig benötigte Unterlagen ordentlich unterbringt. Auch Vorhänge oder klassische Raumteiler helfen dabei, verschiedene Bereiche sinnvoll voneinander zu trennen. So kann der eigene Alltag sinnvoll strukturiert und die Arbeit auch wirklich niedergelegt werden, wenn Feierabend ist.

    Komfort oberste Priorität zuordnen

    Das wohl Wichtigste ist, sich auch in kleineren Wohnungen wohlfühlen zu können. Das funktioniert allerdings nur, wenn ausreichend Rückzugsorte wie das gemütliche Sofa, eine Leseecke oder Café-Ecken berücksichtigt wurden. Vor allem nach einem langen Tag sollte die Wohnung trotz Platzmangels dazu einladen, sich zu entspannen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Das reduziert auf Dauer Stress und kann so Erkrankungen wie einem Burnout vorbeugen. Das Sofa zum Beispiel sollte aus diesem Grund so gewählt werden, dass es für gemütliche Stunden vor dem Fernseher oder auch Leseabende bestens geeignet ist. Kuschelkissen, Decken und Teppiche runden das gemütliche Flair anschließend perfekt ab und laden zum Verweilen ein.

    Veränderung ist Teil des Lebens: Deshalb anpassbare Möbelstücke wählen

    Auch das Leben in kleinen Wohnräumen verändert sich mit der Zeit: Die eigenen Bedürfnisse unterliegen genauso einem Wandel, wie die Lebensumstände selbst. So können sich beispielsweise Partnerschaft und Nachwuchs erheblich darauf auswirken, wie die Räume genutzt werden. Anpassbare Möbelstücke sind aus diesem Grund in kleinen Räumen Gold wert. Ausziehbare Betten wachsen beispielsweise mit dem eigenen Nachwuchs mit – und begleiten diesen deshalb über einen längeren Zeitraum hinweg. Modulare Sofas hingegen können an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden – etwa zur Vergrößerung. Das spart nicht nur Kosten, sondern erleichtert auch die flexible Nutzung des knapp bemessenen Wohnraums.