Kartografie

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    (griechisch) die Wissenschaft und die Technik der Kartenherstellung, d.h. räumliche Beziehungen grafisch darzustellen.

    Die Kartografie macht die mit den verschiedenen Methoden der Vermessungstechnik gewonnenen Daten über die Erdoberfläche grafisch anschaulich. Wichtigste Form der kartografischen Darstellung ist die Karte, daneben gibt es noch kartenähnliche Darstellungsformen (Blockdiagramme, Luftbildkarten, dreidimensionale Darstellung wie beim Globus und Relief, Panorama, Profil). Die Kartografie ist eine grundlegende Hilfswissenschaft der Geografie. Auch für viele andere Bereiche von Gesellschaft, Politik und Wissenschaft ist sie von Bedeutung. Neben topografischen Angaben liefert sie auch solche über Strukturen, die in der Natur durch den Menschen beeinflusst worden sind.

    Geschichte

    Bereits zu Beginn des vierten vorchristlichen Jahrtausends wurden Karten angefertigt. Es sind aus dieser Zeit Kartenfragmente auf Tontafeln aus Mesopotamien ausgegraben worden. Aus der spätbabylonischen Zeit stammt die einzige erhaltene Weltkarte des Altertums (ca. 600 v.Chr.). Die Ägypter hatten bereits ein sehr weit entwickeltes Vermessungswesen. Von ihrem Kartenwerk ist aber nur sehr wenig erhalten geblieben. Die Karten der Griechen wurden zunächst durch die Annahme Anaximanders bestimmt, die Erde sei kreisförmig und habe Athen als Mittelpunkt. Eratosthenes entwickelte die Lehre von der Kugelgestalt der Erde, die die Kartendarstellungen der Welt entsprechend beeinflusste, insbesondere die jetzt vorgenommene Einteilung der Erde in ein Gradnetzsystem. Von besonderer Bedeutung für das geografische Wissen war lange Zeit die Erdbeschreibung des Claudius Ptolemäus, die in Europa erst gegen Ende des Mittelalters bekannt wurde. Die Römer entwickelten eine spezielle Form der Karte, die v.a. für militärische und verwaltungstechnische Zwecke nützlich war: die so genannte Wegekarte (Itinerar). Nach einer langen Zeit geringer Fortschritte brachten die Seefahrten und Entdeckungsreisen seit dem Ende des 15. Jh.s eine enorme Vielzahl von neuen Informationen und Daten, die kartografisch verarbeitet werden mussten. Durch die Erfindung des Drucks wurden Karten immer stärker verbreitet. Außer den Seekarten gab es nun auch vermehrt Erd- und Regionalkarten. Ein wesentlicher Fortschritt in der Genauigkeit der Karten wurde durch die Anwendung der trigonometrischen Vermessungsmethode durch Jacques und Cesar Cassini seit dem Ende des 18. Jh.s erzielt. Im Laufe der Zeit verloren die Karten immer mehr ihre bildlichen Darstellungen und zeigten nur noch Grundrisse, die an Abstraktion und Komplexität zunahmen. Heute wird für die Herstellung von Karten auf modernste Satellitentechnik zurückgegriffen (GPS). Mit Hilfe von Computern werden große Datenmengen ausgewertet, so dass die Erstellung von außerordentlich exakten Karten möglich ist.

    KALENDERBLATT - 22. Februar

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