Karl Dönitz

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    deutscher Großadmiral; * 16. September 1891 in Grünau bei Berlin, † 24. Dezember 1980 in Aumühle bei Hamburg

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    Karl Dönitz

    das letzte formelle Staatsoberhaupt des Dritten Reiches; der U-Boot-Kommandant des Ersten Weltkrieges wurde nach zahlreichen Kommandos und Stabsstellungen 1936 zum "Führer der U-Boote" ernannt und förderte den Ausbau dieser Waffengattung.

    Seine Rudel-Angriffe auf alliierte Geleitzüge brachten zeitweilig die britische Versorgung über See fast zum Erliegen. Insgesamt wurden 2882 Handelsschiffe mit 14,5 Millionen Bruttoregister-Tonnen versenkt. 1943 wurde Dönitz Nachfolger von Erich Raeder als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, musste wenig später wegen steigender Verluste die Atlantikschlacht abbrechen, unterstützte aber weiter Hitlers Kriegführung und verurteilte scharf die "ehrvergessenen" Offiziere, die das Attentat vom 20. Juli 1944 geplant hatten. Hitler dankte ihm das im politischen Testament durch Ernennung zum Nachfolger als Reichspräsident, weil er die unbeirrte Fortführung des Kampfes von ihm erwartete. Dönitz hatte aber nur noch das Ziel, durch Teilkapitulation nach Westen möglichst viele Soldaten und Flüchtlinge vor der Roten Armee zu retten. Seiner "Geschäftsführenden Reichsregierung" in Flensburg (2. bis 23. Mai 1945) unter Schwerin von Krosigk gelang das nur in Ansätzen, bevor sie die bedingungslose Kapitulation unterzeichnen musste.

    Dönitz wurde im Nürnberger Prozess wegen "Verbrechen gegen den Frieden" zu 10 Jahren Haft verurteilt, die er in Spandau verbüßte.


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