Karl August Steinheil

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    deutscher Optiker und Astronom; * 12. Oktober 1801 in Rappoltsweiler, † 12. September 1870 in München

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    Karl August Steinheil, Fotografie

    Steinheils Karriere als viel geachteter Astronom begann mit seiner Abhandlung "Elemente der Helligkeitsmessungen am Sternhimmel". Sie wurde von der Göttinger Sozietät der Wissenschaften preisgekrönt und Steinheil wurde zum außerordentlichen Mitglied der Münchener Akademie und der Göttinger Sozietät. 1832 wurde er ohne eigene Bewerbung zum ordentlichen Professor der Physik und Mathematik und zum Konservator der mathematisch-physikalischen Sammlung des Staates ernannt.

    Auf einer wissenschaftlichen Reise kam er mit Gauß und Weber in Göttingen in näheren Kontakt. Von Gauß lernte er die magnetischen Terminbeobachtungen kennen, die er alsbald in Bayern einführte. Er verbesserte den durch Gauß und Weber erfundenen Telegrafen durch das Anbringen kleiner Farbapparate an die aufschlagenden Nadeln, so dass sichtbare Zeichen zum Ablesen für den Telegrafisten entstanden; außerdem wandte er noch Glöckchensignale an.

    Als seine größte Entdeckung auf dem Gebiete der Telegrafie ist anzusehen, dass man zur Herstellung eines geschlossenen Stromes zwischen zwei Stationen nur einen Draht benötigt und die Rückleitung dem Boden überlassen kann. Durch diese wichtige Entdeckung ist die Anwendung galvanischer Telegrafen in Großem Umfang eigentlich erst möglich geworden, weil die Herstellungskosten auf die Hälfte reduziert und die Sicherheit der Mitteilung in Folge des geringen Widerstandes der Leitung mehr als verdoppelt wurde. Eine weitere wichtige Erfindung für die praktische Telegrafie war die des Translators, d.h. einer Vorrichtung, welche eine Depesche selbsttätig auf eine neue Linie überträgt; Steinheil löste diese Aufgabe durch den nach ihm benannten Translator.

    Durch seine "Blitzplatten" machte Steinheil die Einwirkung von Blitzen auf die galvanischen Leitungen unschädlich.1838 stellte erl die ersten galvanischen Uhren her. Außerdem ermöglichte er durch sein "Pyroskop" der auf dem Petersturm in München stationierten Feuerwache, mit großer Genauigkeit den Ort von Brandstätten zu bestimmen.

    Auch der Fotografie kamen Steinheils Arbeiten zugute. Die erste Daguerreotypie, die in Deutschland hergestellt wurde, war von ihm. 1854 gründete er eine optische und astronomische Werkstatt in München.

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