Kanarienvogel

    Aus WISSEN-digital.de

    (Serinus canaria)

    Verbreitungsgebiet

    Der wilde Kanarienvogel war ursprünglich auf den Kanarischen Inseln heimisch, außerdem auf den Azoreninseln und auf Madeira. Er ist der Ahnherr aller Stubenkanarienvögel, die man in allen Teilen der Welt als Haustiere schätzt.

    Domestikation

    Schon kurz nachdem die Spanier im Jahr 1478 die Kanarischen Inseln erobert hatten, führten sie in großer Zahl Kanarienvögel nach Europa ein. Schnell entstand ein schwunghafter Handel mit den immer beliebter werdenden Vögeln von den "Inseln der Glückseligen".

    Unter dem Einfluss von Züchtern traten Veränderungen im Körperbau und in der Gefiederfärbung der in ihrer Wildform eher unauffällig aschbraun und gelb (Weibchen: trüb-braun) gefärbten Vögel auf. So gibt es hochgelbe, goldgelbe, strohgelbe Züchtungen; außerdem gefleckte, gescheckte und gestreifte Formen. Man züchtete glattköpfige, gehaubte und geschopfte Exemplare; manche Vögel tragen nun eine Krause oder einen Mantel aus verlängerten Federn.

    Sonstiges

    Auch der Gesang des Vogels ist sehr melodisch und wurde durch Züchtungen verfeinert und verändert. Besonders bekannt ist der Gesang des Harzer Rollers.

    Der wilde Kanarienvogel baut seine Nester in Obstbäumen, kleinen Bäumen und Büschen. Er legt zwei- bis viermal im Jahr drei bis fünf Eier.

    Systematik

    Finkenvogel aus der Unterfamilie der Stieglitzverwandten (Carduelinae).

    Audio-Material
    Datei:Track62.mp3 Kanarienvogel


    Das große Tier-Quiz

    Etwa eine Trillion Tierarten gibt es. Sie kennen nicht alle? Macht nichts, vielleicht knacken Sie auch so den Highscore ...
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 18. April

    1521 Martin Luther erscheint zum zweiten Mal vor dem Wormser Parteitag, verteidigt sich vor Kaiser und Reich und lehnt den Widerruf ab.
    1951 Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg schließen ihre Kohle- und Stahlindustrie in der Montanunion zusammen und verzichten auf ihre nationalen Souveränitätsrechte über diese Industriezweige.
    1968 Die tschechoslowakische Nationalversammlung wählt Josef Smrkovský zu ihrem neuen Präsidenten, der als einer der populärsten Politiker des "Prager Frühlings" die volle Rehabilitierung der Opfer der Stalinzeit und die Sicherung eines wirklich freien politischen Lebens zu seiner Aufgabe erklärt.