Juliette Gréco

    Aus WISSEN-digital.de

    französische Sängerin; * 7. Februar 1927 in Montpellier

    Die Chansonette verkörperte nach 1945 wie keine andere prominente Frau den Typ der intellektuellen französischen Nachwuchsgeneration. Sie gelangte als "Königin der Existenzialisten" von Paris aus zu Weltruhm. Sartre, Camus und Mauriac schrieben die Texte für ihre Lieder, die sie unter anderem im "Tabou", das sie 1946 mit ihrer Freundin Anne-Marie Cazalis gegründet hatte, sang, und in denen sich Lebenshunger und Daseinsüberdruss wiederspiegelten.

    Als der "Kellerexistenzialismus" an Bedeutung verloren hatte, wechselte Juliette Gréco für einige Zeit ins Filmfach über: Mit Orson Welles drehte sie den Psychoklassiker "Der Zwang zum Bösen", in "Bonjour Tristesse" gab sie ein Selbstporträt vor der Kamera.

    1966 heiratete sie den bekannten französischen Schauspieler Michel Piccoli und trat anschließend wieder mit neuen Chansons an die Öffentlichkeit, mit denen sie ihre "wilden Jahre" hinter sich ließ und ein glänzendes Comeback erreichte. Viel Gefühl und wohl dosierte Nostalgie waren an die Stelle des existenzialistischen Ekels getreten.

    Bekannte Chansons von Gréco sind "Sous le ciel de Paris", "Je hais les dimanches", "La Fiancée du Pirate", "A la helle étoile", "Le diable", "La valse brune", "La dernière" und "Je suis comme je suis" .

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