John Locke

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    englischer Philosoph; * 29. August 1632 in Wrington bei Bristol, † 28. Oktober 1704 in Oates, Essex

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    John Locke

    studierte zunächst in Oxford Medizin, fiel dann bei seinem Gönner, dem Großkanzler Shaftesbury, bei Jakob II. in Ungnade und kehrte erst nach Jakobs Absetzung aus Frankreich und Holland nach England zurück.

    Locke begründete den Empirismus, wonach es keine geistige Autorität außer der eigenen Erfahrung gibt. Locke bezog damit die Gegenposition zum Rationalismus, der allein die Vernunft als Quelle der Erkenntnis anerkennt (vertreten z.B. von Descartes). Locke zeichnete ein rein individualistisches Menschenbild und forderte die Freiheit der Persönlichkeit, die kraft ihrer Natur auch frei von objektiven Moralgesetzen sei:

    Alle Menschen sind nach Lockes Überzeugung gleich, der Staat sei aus der Übereinkunft der Individuen über gemeinsame Ordnungsgesetze entstanden. Aufgabe des Staates sei demnach Schutz der individuellen Freiheit, die Staatsgewalt deshalb nicht absolut, sondern in die gesetzgebende (legislative) und die ausführende (exekutive) Gewalt geschieden.

    Lockes Beurteilung des Christentums als einer vernunftgemäßen Religion mündete in die Forderung nach Toleranz, seine Traktate über die Verbindung einer bürgerliche Regierung mit naturrechtlichen Freiheitsgrundsätzen empfahlen die konstitutionelle Monarchie zusammen mit einer Volksvertretung.

    Lockes Ideen fanden ihre Weiterentwicklung bei Rousseau und beeinflussten den nordamerikanischen Unabhängigkeitskampf und die französische Aufklärung.

    Zitat
    J. Locke: Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwider läuft.

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