Joe Frazier

    Aus WISSEN-digital.de

    US-amerikanischer Boxer; * 12. Januar 1944 in Beaufort, South Carolina, † 7. November 2011 in Philadelphia, Pennsylvania

    Über Umwege gelangte der Schwergewichts-Weltmeister von 1970 bis 1973 zum Boxsport. Eigentlich wollte Frazier Fitness-Sport betreiben, um Gewicht zu verlieren; dies war der erste Schritt in eine große Boxer-Karriere. International machte er auf sich aufmerksam, als er bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio als nachnominierter Athlet Gold im Schwergewicht gewann. Anschließend wechselte Frazier ins Profilager, wo er seine ersten elf Kämpfe durch K.o. gewann.

    1968 erkämpfte sich Frazier im Kampf gegen Buster Mathis den Titel des WBC-Weltmeisters, den er viermal verteidigen konnte. Mit einem K.-O.-Sieg in der 5. Runde gegen Jimmy Ellis wurde er 1970 auch WBA-Champion. Das erste Duell gegen Muhammad Ali fand 1971 statt, das ein legendärer Kampf über 15 Runden werden sollte. Frazier bezwang seinen Gegner nach Punkten. Erst 1973 verlor er den Titel an George Foreman. Im Revanchekampf gegen Ali verlor Frazier nach Punkten. Der amtierende Weltmeister Ali gab 1975 nochmals die Chance zum Titelfight, der im September 1975 in Manila ausgetragen wurde. Bei drückender Schwüle kämpften die Rivalen erbittert über 14 Runden, dann ließ Fraziers Trainer den Kampf abbrechen. Im Folgejahr unterlag Frazier nach K.o. gegen George Foreman, 1981 versuchte er sein Comeback, bei dem er ein Unentschieden erreichte. Anschließend beendete Frazier seine Profi-Karriere und widmete sich der aufstrebenden Laufbahn seines Sohnes. Als dieser aber in einem Kampf gegen Mike Tyson in der 1. Runde k.o. geschlagen wurde, beendete auch dieser seine aktive Laufbahn.

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