Jesuiten

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch: Societas Jesu, Abk.: SJ)

    Datei:Mayer p.jpg
    Pater Rupert Mayer

    katholischer Orden, 1534 von Ignatius von Loyola als Missionsorden gegründet, 1540 durch Papst Paul III. bestätigt.

    Der Jesuitenorden zeichnet sich durch seine straffe Organisation aus, unterstellt ist er dem auf Lebenszeit gewählten Ordensgeneral. Die Jesuiten widmen sich besonders der Mission, Erziehung und Wissenschaft. Anstelle Mönchstracht tragen die Jesuiten Weltpriesterkleidung.

    Im 16. Jh. breitete sich der Orden rasch bis nach Asien, Afrika und Amerika aus (Gründung eines Missionsstaates in Südamerika). Nach Deutschland wurden die Jesuiten durch Herzog Wilhelm IV. von Bayern um 1541 gerufen und durch Kaiser Ferdinand I. gefördert (1551 Kollegium in Wien) und waren vor allem in der Volksseelsorge (Exerzitien) und in der Abwehr des Protestantismus (Gegenreformation) tätig. Gründung von Gymnasien, Universitäten und wissenschaftlichen Instituten mit dem Ziel der Durchdringung des öffentlichen Lebens mit katholischem Geist. Erzieher und Berater von Fürsten (selbst im Fernen Osten).

    Datei:Jesu2058.jpg
    Der Jesuit Franz Xavier; Gemälde

    Ihr wachsender politischer Einfluss führte zu Ausweisungen aus den meisten europäischen Ländern (außer Preußen unter Friedrich dem Großen und Russland unter Katharina Il.) und zur völligen Aufhebung des Ordens durch Papst Klemens XIV. (1773). Im Zuge der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse wurde er nach der Befreiung des Kirchenstaates durch Pius VII. 1814 wieder eingesetzt. Das Jesuitengesetz von 1872 (erwachsen aus dem Kulturkampf) verfügte für Deutschland erneut Ausweisung, die 1904 teilweise, 1917 ganz aufgehoben wurde.


    Film und Fernsehen

    Zehn aus fast 300 Fragen zu Film und Fernsehen warten auf Sie. Also: Füße hoch, Popcorn und los!
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 19. März

    1921 Russland und Polen unterzeichnen einen Friedensvertrag.
    1953 Der Bundestag billigt die deutsch-alliierten Verträge, die später Deutschlandvertrag genannt werden. In ihnen wird das Ende des Besatzungsstatus und die Wiedererlangung der Souveränität geregelt.
    1956 Die Bundesrepublik erlässt das Soldatengesetz, in dem die Forderungen an eine demokratische Armee dargelegt werden.