Jeremy Bentham

    Aus WISSEN-digital.de

    englischer Sozialphilosoph und Jurist; * 15. Februar 1748 in London, † 6. Juni 1832 in London

    Einer der Hauptvertreter des Utilitarismus.

    Er ging gegen die starre Verwaltung und Gesetzgebung im britischen Rechtswesen mit philosophisch ausgerichteten Argumenten vor. Benthams Lehren basierten auf dem Nützlichkeitsprinzip. Nur was nützlich sei, diene dem Einzelnen wie der Allgemeinheit, und der Mensch handele im eigenen Interesse, wenn er auch das Interesse des Nächsten berücksichtige. Einer seiner Leitsätze ("Größtmögliches Glück für die größtmögliche Zahl") widersprach allen Gepflogenheiten der adelsstolzen Konservativen und gefährdete ihre absolute Herrschaft im Staat. Auch die Forderung, dass alle Einrichtungen und Maßnahmen des Staates allein von dem Prinzip der Gemeinnützigkeit ausgehen sollten, stieß auf schärfsten Widerspruch. Bentham propagierte eine radikale Parlamentsreform auf der Grundlage des allgemeinen Wahlrechts. In der Wirtschaftstheorie setzte er sich für die völlige, vom Staat unbeeinflusste Freiheit des Geld- und Kapitalverkehrs ein. Die neuen Rechtsideen Benthams wurden zuerst von einigen nordamerikanischen Staaten realisiert. Auch Frankreich verwendete für seine Gesetzgebung Grundsätze des englischen Gelehrten. Im 19 Jh. wirkten sich Benthams Ideen schließlich auf die Reformation der britischen Straf- und Zivilrechtsverfahren, der Strafgesetzgebung und der Verwaltung aus.

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