Jean Nouvel

    Aus WISSEN-digital.de

    französischer Architekt; * 12. August 1945 in Fumel

    wichtiger Vertreter der modernen europäischen Architektur.

    Nach einem Architekturstudium in Bordeaux und der École des Beaux-Arts in Paris gründete Jean Nouvel gemeinsam mit François Seigneur im Jahr 1970 sein erstes Architekturbüro. Er zählte zu den Mitbegründern der "Mars 1976"-Bewegung und der Architekten-Gewerkschaft "Syndicat de l'Architecture". Seinen internationalen Durchbruch erreichte er 1985 mit dem innovativen Bauwerk für das "Institut du monde arabe" in Paris, für das er den Aga-Khan-Preis für Architektur erhielt.

    Die von ihm 1994 gegründeten "Ateliers Jean Nouvels" zählen heute zu den größten Architekturbüros in Frankreich. 2008 erhielt Nouvel für sein Gesamtwerk, das bisher ca. 200 Bauten umfasst, den renommierten Pritzker-Preis.

    Seine bekanntesten Werke sind das erwähnte "Institut du monde arabe" in Paris (1985), der "Torre-Agbar" in Barcelona (2005), die Opéra Nouvel in Lyon (1993) und das Kultur- und Kongresszentrum in Luzern (1998).

    Jean Nouvels bislang spektakulärstes Projekt, der "Tour sans fins", wurde aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. Das 452 m hohe Bauwerk war als höchstes Gebäude Europas geplant und sollte im modernen Pariser Stadtteil Defense errichtet werden.

    Kalenderblatt - 9. Mai

    1976 Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof wird in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Meinhof beging während des Prozesses gegen sie und andere Mitglieder der Gruppe Selbstmord. Andreas Baader, der wie sie an der Gründung der Baader-Meinhof-Gruppe mitwirkte, nimmt sich im Oktober 1977 im selben Gefängnis das Leben.
    1993 In Paraguay geht bei den ersten demokratischen Wahlen seit der Gründung des Staats die Colorado-Partei als Sieger hervor. Juan Carlos Wasmosy Monti wird neuer Staats- und Regierungschef.
    1994 Nelson Mandela, seit 1991 Vorsitzender des ANC, wird zum ersten schwarzen Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas gewählt. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers dauert bis 1999 an.