Jean-Marie Villot

    Aus WISSEN-digital.de

    französischer Kardinal; * 11. Oktober 1905 in Saint-Amant-Tallende, Auvergne, † 9. März 1979 in Rom

    Jean Villot war ein Bauernsohn aus der Auvergne, der nach dem Studium der Moraltheologie erst am Diözesanseminar von Clermont-Ferrand, danach an der katholischen Universität von Lyon lehrte. 1950 beschäftigte er sich als Generalsekretär der französischen Bischofskonferenz bis 1960 mit sozialen und politischen Zeitfragen. 1965 wurde er Primas Galliae - eine Würde, die ihm als dem Bischof von Lyon, der er nun geworden war, zukam. Er lag sehr genau auf der Linie Papst Pauls VI. - da, wo der Papst fortschrittlich oder konservativ war, war es auch Villot. 1967 kam er an die Kurie. Zwei Jahre später machte ihn der Papst zu seinem Kardinalstaatssekretär - seit 1914 der erste Nicht-Italiener auf diesem Posten. Villot war damit ranghöchster Würdenträger der katholischen Kirche unter dem Papst. Im Oktober 1978 bestätigte Papst Johannes Paul II. Villot in seinem Amt. 1979 starb der Kardinal in Rom.

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