Impressionismus (Musik)

    Aus WISSEN-digital.de


    In Anlehnung an den zunächst aus der Bildenden Kunst stammenden Begriff einer Stilrichtung um 1890 wird v.a. die Musik von C. Debussy und M. Ravel mit dem musikalischen Impressionismus verbunden. Eigenarten des impressionistischen Komponierstils sind atmosphärische Klangwirkungen, das verfeinerte Spiel mit Orchesterklangfarben; flirrend-lebendige Klangflächen werden melodisch eindeutig fortschreitenden Figuren bevorzugt. Luftig, flüchtig, bewegt sind weitere Attribute einer Stilistik, die immer wieder auch die Nähe zum Symbolismus und zur Romantik gesucht hat. So vertonte Debussy beispielsweise Texte von Maurice Maeterlinck oder Stéphane Mallarmé. Eine wichtige Rolle spielen mythische Themen und die klangliche Schilderung von Natureindrücken. Kompositionstechnische Neuerungen sind die Auflösung einer formalen Geschlossenheit, die Verwendung neuartiger oder aus anderen Kulturen stammender Tonsysteme (z.B. Pentatonik), Auflösung von gängigen Taktbetonungen, die Rückbesinnung auf die Kirchentonarten, harmonische Vieldeutigkeit, parallel bewegte Akkorde sowie die Erfindung immer komplexerer Akkordverbindungen. Anregungen empfing Debussy von C. Saint-Saëns, M. Mussorgskij, teilweise auch von R. Wagner.

    Weitere in Teilen ihres Werks impressionistisch komponierende Künstler sind unter anderem P. Dukas, E. Satie, André Caplet, M. de Falla, O. Respighi.

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