Hunnen

    Aus WISSEN-digital.de

    (chinesisch: Hiung-nu)

    innerasiatisches Nomaden- und Reitervolk.

    Es ist bezeugt seit dem 3. Jh. v.Chr., die Herkunft ist ungewiss. Sie bildeten unter Mao-tun (209 bis 174 v.Chr.) ein Großreich von der Mongolei bis zum Pamirplateau.

    Im 1. Jh. n.Chr. tauchten sie östlich des Kaspischen Meeres auf, stießen im 4. Jh. n.Chr. unter Balamir bis zur Wolga vor, vernichteten das alanische Reich, zerstörten im Vordringen nach Westen das Ostgotenreich und gaben Anstoß (Ausweichen der Westgoten auf Römischen Reichsboden) zur Völkerwanderung.

    Attila gründete 444 ein Machtzentrum in der Theißebene. Unter seiner Führung stießen die Hunnen mit zahlreichen Hilfsvölkern (z.B. Ostgoten) bis nach Orleans vor, wurden aber 451 von einem römisch-germanischen Heer unter Aetius auf den Katalaunischen Feldern (bei Troyes) besiegt. Wanderten über die Ostalpen nach Italien; zerstörten 452 Aquileja und Pavia, zogen sich nach Verhandlungen zwischen Attila und Papst Leo I. nach Osten zurück.

    Nach Attilas Tod (453) gingen sie z.T. in anderen Völkern (Bulgaren, Awaren, Ungarn) auf. Einzelne Hunnenschwärme drangen noch 539/40 bis Korinth und Byzanz vor. Im 5. Jh. n.Chr. unternahmen die so genannten weißen Hunnen (Hephthalithen) von Innerasien aus ihre Eroberungszüge.

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