Hospitalismus

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    1. Sammelbegriff für Krankheiten, die besonders in Krankenhäusern (Hospitälern) erworben werden. Das wichtigste historische Beispiel ist das Wochenbettfieber, das vor Einführung der Antibiotika und Hygienemaßnahmen verbreitet war. Heute stehen innerhalb eines Krankenhauses übertragene Infektionen im Vordergrund, die durch sehr widerstandsfähige Erreger verursacht werden, die durch Luft, Staub, Gegenstände, Essen und Personal übertragen werden.
    1. seelische Folgen eines längeren Heim- oder Krankenhausaufenthalts insbesondere bei (Klein-)Kindern, z.B. in Form von motorischer Unruhe, seelischen und intellektuellen Entwicklungsstörungen, Depressionen, Autismus, Lethargie, Ernährungsstörungen. Es handelt sich um psychische Nebenwirkungen infolge mangelnder gemüts- und gefühlsmäßiger Zuwendung und fehlender Bezugspersonen. Hospitalismus äußert sich in Spätfolgen wie sozialen Anpassungsschwierigkeiten oder einer niedrigen Frustrationstoleranz.


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