Honigbiene

    Aus WISSEN-digital.de

    (Apis mellifica)

    Allgemeines

    Die Honigbiene stammt ursprünglich aus den südostasiatischen Tropen, heute ist sie als Kulturfolger des Menschen über die gesamte Welt verbreitet, wo sie teils wild, teils domestiziert in mehrjährigen Wabenbauten lebt.

    Honigbienen bilden Staaten, die ein kompliziertes Sozialsystem aufweisen; sie haben einen bräunlichen Körper, der mit graubraunen Haaren bedeckt ist; auch die Beine sind behaart, die Flügel schimmern leicht gelblich.

    Sozialverhalten

    Im Allgemeinen unterscheidet man drei Kasten, die jeweils unterschiedlich groß sind und verschiedene Aufgaben erfüllen:

    Die Königin, das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Bienenstaat, ist die Mutter aller im Nest lebenden Bienen. Die Königin ist größer als alle anderen Bienen und erreicht eine Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern; ihr Hinterleib ist auffallend lang, und sie ist in der Lage, über 1 000 Eier pro Tag zu legen. Der Kopf der Königin ist mit starken Mundwerkzeugen ausgerüstet, die bei den Nachkommen sehr viel weniger gut ausgebildet sind. Im Gegensatz zu den anderen weiblichen Bienen ist die Königin fähig, ihren Stachel mehrmals zu benutzen, da er keine Widerhaken besitzt. Da ihre einzige Aufgabe das Eierlegen ist, fehlen der Bienenkönigin die Wachsdrüsen, der Pollensammelapparat und der Honigmagen, wie ihn Arbeiterinnen besitzen. Um die Fruchtbarkeit der Königin zu erhalten, versorgen die Arbeiterinnen sie mit einem nahrhaften Sekret, dem so genannten Gelée royale, das von den Kopfdrüsen der Arbeiterinnen abgesondert wird. Eine Bienenkönigin kann ein Höchstalter von bis zu drei Jahren erreichen, dann ist es an der Zeit, eine neue Königin großzuziehen.

    Die Arbeiterinnen

    Die Arbeiterinnen sind durchwegs steril und bilden die größte Gruppe innerhalb des Bienenstaates; sie übernehmen vielfältige Aufgaben wie die Brutpflege, die Wachsabsonderung, den Wabenbau, die Honigherstellung, die Fütterung der Königin und der Larven und die Verteidigung des Nestes. Im Gegensatz zur Königin und den Drohnen besitzen die Arbeitsbienen einen Stachel, der sie wehrhaft macht; dieser ist jedoch mit Widerhaken versehen, so dass ein Stich das Tier das Leben kostet, da der Stachel abgetrennt wird und die Biene dadurch tödliche Verletzungen davonträgt.

    Je jünger die Bienen sind, desto primitiver sind die Aufgaben, die sie übernehmen. So sind die jüngsten für die Reinhaltung des Bienenstocks verantwortlich. Die fleißigen Arbeitsbienen entwickeln sich meist im Frühjahr aus befruchteten Eiern und leben etwa sechs Wochen. Auch im Herbst schlüpfen Arbeiterinnen, die den Winter damit zubringen, das Nest warm zu halten, sie überwintern ohne Winterruhe.

    Die Drohnen

    Die Drohnen sind die männlichen Bienen, deren einzige Aufgabe darin besteht, sich mit neuen Königinnen zu paaren. Die Königin kann die Samenzellen der Drohnen ein ganzes Leben lang speichern, was dazu führt, dass die Drohnen nach einmaliger Paarung überflüssig werden und entweder sofort sterben oder von den Arbeiterinnen vertrieben werden und somit ebenfalls dem Tode geweiht sind. Drohnen besitzen weder einen Stachel noch Pollenkörbchen oder Wachsdrüsen. Sie entstehen aus unbefruchteten Eiern.

    Die Königin

    Königinnen werden in großen Zellen in der Mitte der Wabe aufgezogen, alle anderen Bienen in kleineren Zellen. Heute weiß man, dass Arbeiterinnen aus genau den gleichen Eiern hervorgehen wie die Königin, die Königin jedoch bekommt im Gegensatz zu den Arbeiterinnen fortwährend Gelée royale gefüttert, das die späteren Arbeitsbienen nur an den ersten beiden Lebenstagen erhalten. Da die Königin ausschließlich mit Gelée royale gefüttert wird, dauert ihre Entwicklung weniger lang (etwa 16 Tage), als die der Arbeiterinnen (gut 20 Tage) oder Drohnen (über 20 Tage). Gewöhnliche Larven werden von einer jungen Ammenbiene mit Blütennektar gefüttert, den diese von einer Sammlerin erhält.

    Bestäubung

    Nur durch intensive Arbeitsteilung wird das Überleben eines Bienenschwarms gewährleistet. Da Bienenschwärme jeweils hauptsächlich den Pollen und Nektar ein und derselben Pflanze sammeln, erfüllen sie eine wichtige Aufgabe als Bestäuber. Dem Menschen gelten sie als besonders wertvolle Insekten, da sie Honig und Bienenwachs herstellen.

    Durch Parasiten werden einzelne Bienenschwärme heute mehr und mehr geschwächt, auch Umweltgifte tragen zur Verminderung des Bestandes an Honigbienen bei. Mit verschiedenen Behandlungsmethoden versuchen Imker schädliche Parasiten von den Populationen fern zu halten.

    Systematik

    Art aus der Familie der Bienen (Apidae).

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