Hi-Fi

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    Abk. für: High Fidelity;

    im Sinne von hoher Klangtreue, hoher Originaltreue bzw. hoher Wiedergabetreue zu übersetzen. Allgemein lässt sich sagen, dass bei elektroakustischen Übertragungen in Hi-Fi-Qualität die Unterschiede zwischen Original und Reproduktion (Wiedergabe) nicht mehr hörbar, sondern nur noch messbar sein dürfen. Eine Übertragung besitzt somit Hi-Fi-Qualität, wenn sie alle im ursprünglichen Schallereignis enthaltenen Frequenzen ohne merkliche Schwächung oder Anhebung bestimmter Frequenzbereiche, mit geringsten nichtlinearen Verzerrungen und einer dem Original nahen Dynamik wiedergibt. Dahinter stecken genormte Qualitätsmerkmale, die tontechnische Geräte zur Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe von Musik und Sprache mit besonders hoher Güte erfüllen müssen. In der Unterhaltungselektronik sind die Kriterien für Hi-Fi-Geräte in der DIN 45500 (Heimstudiotechnik) festgelegt. Eines dieser Merkmale ist der so genannte lineare Frequenzgang, der fordert, dass alle Töne unabhängig von ihrer Höhe, sprich Frequenz in gleicher Klangstärke verstärkt, aufgezeichnet und gespeichert, allgemein: übertragen werden müssen. Da der Mensch hohe und tiefe Töne weniger deutlich empfindet, verstärken anspruchsvolle Hi-Fi-Anlagen den oberen und unteren Frequenzbereich kräftig. Der so genannte Klirrfaktor gibt an, inwieweit die Töne verzerrungsfrei wiedergegeben werden. Bei Hi-Fi-Qualität dürfen keine Störsignale wie Rauschen, Brummen oder Rumpeln zu vernehmen sein.

    Weitere die Hi-Fi-Qualität beeinflussende Parameter sind der Amplitudenfrequenzgang, die Ausgangsleistung des betreffenden Gerätes, der Frequenzübertragungsbereich, der Geräuschspannungsabstand (das Signal/Geräuschspannungs-Verhältnis), die Übersprechdämpfung zwischen Stereokanälen und der Verstärkungsunterschied zwischen Stereokanälen.

    Die Hi-Fi-Parameter müssen für alle an einer Hi-Fi-Übertragung beteiligten Geräte und Medien gewährleistet sein, also z.B. für Verstärker, Schallplattenspieler, Magnetbandgeräte, CD-Rekorder, Soundkarten in Computer und Lautsprecher bzw. Lautsprechersysteme.

    Verfahren, die eine Qualitätsverbesserung der Fernsehbildwiedergabe zum Ziel haben, werden unter dem Oberbegriff Hi-Fi-TV oder HQTV (englisch: High Quality Television) zusammengefasst. Ein derartiges Verfahren ist das digitale Fernsehverfahren (Fernsehen, digitales).

    KALENDERBLATT - 10. Dezember

    1909 Der deutsche Physiker Karl Ferdinand Braun erhält den Nobelpreis für Physik zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marchese Marconi. Beide Forscher haben wertvolle Erkenntnisse auf dem Gebiet der drahtlosen Telegrafie gewonnen. Der deutsche Chemiker Wilhelm Ostwald erhält den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten über Katalyse, chemische Gleichgewichte und Reaktionsgeschwindigkeiten.
    1934 Von Otto Neustädter-Stürmer, Bundesminister Österreichs für soziale Verwaltung, werden die Satzungen des Gewerkschaftsbunds erlassen.
    1997 Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth muss einem Entschluss des Verwaltungsgerichts Köln zufolge von der FDP rund 10,4 Millionen DM zurückfordern. Die Partei erhielt im Jahr 1996 im Rahmen der Parteienfinanzierung 12,4 Millionen DM ausgezahlt.



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