Hermann von Wißmann

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    deutscher Afrikaforscher; * 4. September 1853, † 15. Juni 1905

    Zweimal hat der deutsche Afrikaforscher Hermann von Wißmann Äquatorialafrika durchquert. Die erste Reise, die er 1880 im Auftrag der Afrikanischen Gesellschaft unternahm, führte ihn in Begleitung des namhaften deutschen Afrikaforschers Paul Pogge von Loanda in Portugiesisch-Westafrika nach Njangwe am Kongo. Hier kehrte Pogge um, und Wißmann marschierte allein mit seinen Trägern quer durch den Erdteil zum Tanganjikasee. Von hier aus erreichte er am 14. November 1882 die ostafrikanische Küste bei Saadamü.

    1884 kartografierte er im Auftrag König Leopolds II. von Belgien das Flusssystem des von Süden in den Kongo fließenden, fast 2000 km langen Kassai und erkundete seine Schiffbarkeit. 1886 ging Wißmann wieder den Kassai aufwärts, dann zum mächtigen rechten Nebenfluss des Kassai, dem über 1000 km langen Sankuru, und erreichte weiter ostwärts den parallel zum Kongo fließenden,1500 km langen Lomami. Nach schweren Entbehrungen traf er schließlich wieder in Njangwe am Kongo ein.

    Von 1888 bis 1890 gelang es ihm, im Auftrag des Deutschen Reiches den in Ostafrika ausgebrochenen Araberaufstand niederzuwerfen. Von 1895/96 war Wißmann Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. In einer Reihe von Büchern hat er über seine Reisen berichtet.

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