Henry Steinway

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    amerikanischer Klavierbauer; * 15. Februar 1797 in Wolfshagen, Harz, † 7. Februar 1871 in New York

    eigentlich: Heinrich Steinweg;

    Steinway erfand nach der Herstellung des ersten Tafelklaviers den kreuzsaitigen Bezug und wanderte 1850 mit seinen vier Söhnen von Braunschweig nach New York aus. Dort gründete er 1853 die Firma Steinway and Sons, während die deutsche Firma nach dem Eintritt von Friedrich Grotrian unter dem Namen Grotrian - Steinweg weiterbestand.

    Steinway begann mit seiner Fabrik in einem dreistöckigen Hinterhaus und stellte wöchentlich ein Klavier her. Nach sechs Jahren baute er ein neues großes Werksgebäude. In Astoria legte er Lagerplätze für Edelholz an; auf dem Gelände errichtete er Werften, Bassins, Mühlen zum Sägen und Furnieren, Gießereien und Fabriken. Die einzelnen Klavierteile wurden von Astoria in die New Yorker Fabrik gebracht, dort zusammengesetzt und als fertige Instrumente in der Steinway-Hall zum Verkauf ausgestellt. Den 25 000. Flügel kaufte Zar Alexander III. im Jahr 1872.

    Die Firma schuf zahlreiche Patente. Hatte schon der kreuzsaitige Bezug durch die Verlängerung der Saiten und den Einfluss auf die Obertöne in Bass und Diskant klangliche Vorteile geschaffen, so erträgt heute der von Steinway erfundene Eisenrahmen eine Spannung von 20 000 kg, die erst den spezifischen, glockenartigen Ton der Instrumente ermöglicht. Die Firma wurde 1972 von CBS übernommen; seit 1985 ist ihr Sitz in Boston.

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