Heinz Fischer

    Aus WISSEN-digital.de

    österreichischer Politiker; * 9. Oktober 1938 in Graz

    Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Wien. 1978 wurde Fischer als Dozent an das Institut für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck berufen, seit 1994 hat er dort einen Lehrstuhl inne.

    Heinz Fischers berufspolitischer Werdegang begann 1971, als er für die Sozialdemokraten (SPÖ) in das österreichische Parlament gewählt wurde. Ab 1979 bekleidete er das Amt eines der acht stellvertretenden Parteivorsitzenden. Von 1983 bis 1986 war Fischer Bundesminister für Wissenschaft und Forschung. Er fungierte 1987 bis 1990 als Obmann des Klubs der Sozialdemokratischen Abgeordneten und Bundesräte, bereits zuvor war als Sekretär dieses Klubs tätig. 1990 bis zum Verlust der SPÖ-Mehrheit 2002 hatte Fischer das Amt des Parlamentspräsidenten inne. Von 1990 bis 2003 war er Präsident des Österreichischen Nationalrats, seither ist er dessen Stellvertreter. Seit 2004 ist er Bundespräsident, als Nachfolger von Thomas Klestil.

    Heinz Fischer gilt als ausgezeichneter Debattierer und steht im Ruf, das "linke Gewissen" seiner Partei zu sein. Er betont die starke soziale Ausrichtung seiner Partei und forderte mit Nachdruck die SPÖ zu einem Europakurs auf, der die Bedürfnisse der Bevölkerung mit einbezieht.

    KALENDERBLATT - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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