Heinrich Mann

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    deutscher Schriftsteller; * 27. März 1871 in Lübeck, † 12. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien

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    Mann, Heinrich

    Im Gegensatz zu seinem Bruder Thomas Mann sah sich Heinrich Mann trotz seiner bürgerlichen Herkunft von Anfang an als sozialistischer Schriftsteller. Neben seinen zeitkritischen Werken waren es vor allem seine Romane mit historischen Themen, die ihn in der sozialistischen Literatur zum repräsentativen Schriftsteller werden ließen. Die große Roman-Trilogie "Das Kaiserreich" ('Der Untertan', 1914, 'Die Armen', 1917, 'Der Kopf', 1925) ist ein zeitkritischer Angriff auf das deutsche Untertanendenken, wobei die satirische Überzeichnung als bitterer Ernst gemeint ist. Schon zuvor hatte Heinrich Mann in seinem Roman "Professor Unrat" (1905) die doppelbödige Moral und Dekadenz des Bürgertums angeprangert.

    1933 erteilten ihm die Nationalsozialisten Berufsverbot. Mann ging ins Exil; dort entstanden die beiden historischen Romane um den französischen König Heinrich IV. ("Die Jugend des Königs Henri Quatre", 1935, "Die Vollendung des Königs Henri Quatre", 1938).

    Zitat
    H. Mann: Der Irrationalismus hat sich mühelos durchgesetzt, aber die Vernunft siegt nie von selbst, sie muss erkämpft werden.

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