Heerschild

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    im deutschen Mittelalter äußeres Kennzeichen des Ranges der heerespflichtigen Fürsten und Lehensträger; die Heerschildordnung (erstmals aufgestellt unter Kaiser Friedrich I., aufgezeichnet im Schwaben- und Sachsenspiegel) unterschied sieben Heerschilde, deren oberster dem König zukam (danach geistliche Fürsten, Laienfürsten, Grafen und Freiherren, Ministerialen und Schöffenbarfreie, deren Mannen, übrige ritterbürtige Leute); sie brachte damit die lehensrechtlichen Bindungen in eine starre Rangfolge, verbot, von dem Träger eines niederen Heerschilds ein Lehen anzunehmen (in der Praxis nicht immer befolgt), erwies sich aber vor allem als Hauptstütze der Fürsten (Territorialherren) bei der Wahrung und Mehrung ihrer Macht, indem sie die niederen Lehens- (und Heerschild-)träger am Aufstieg hinderte und ihnen eine unmittelbare Unterstützung des Königs und Mitwirkung an der Reichspolitik verwehrte, dem Reichsfürstenstand aber das Verfechten von Rechts- und Machtansprüchen gegenüber dem isolierten König erleichterte.

    Kalenderblatt - 9. Mai

    1976 Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof wird in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Meinhof beging während des Prozesses gegen sie und andere Mitglieder der Gruppe Selbstmord. Andreas Baader, der wie sie an der Gründung der Baader-Meinhof-Gruppe mitwirkte, nimmt sich im Oktober 1977 im selben Gefängnis das Leben.
    1993 In Paraguay geht bei den ersten demokratischen Wahlen seit der Gründung des Staats die Colorado-Partei als Sieger hervor. Juan Carlos Wasmosy Monti wird neuer Staats- und Regierungschef.
    1994 Nelson Mandela, seit 1991 Vorsitzender des ANC, wird zum ersten schwarzen Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas gewählt. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers dauert bis 1999 an.