Hauskatze

    Aus WISSEN-digital.de

    (Felis catus)

    Verbreitungsgebiet

    Die Hauskatze ist nahezu auf der gesamten Welt verbreitet. So wie wir sie heute kennen, gilt sie als Abkömmling einer Kreuzung aus afrikanischer, asiatischer und europäischer Wildkatze.


    Hauskatzen gelten auf der gesamten Welt als beliebte Haustiere bei denen man besonders Anmut und Unabhängigkeit schätzt.

    Körperbau

    Sie sind kurz- oder langhaarig und inklusive Schwanz in etwa 70 bis 80 Zentimeter lang. Je nach Rasse variiert auch das Gewicht der Hauskatzen sehr stark. Die stattlichsten werden bis zu zehn Kilogramm schwer.

    Die Hauskatze gilt grundsätzlich als graziles Tier mit schlankem Körperbau. Ihr Kopf ist rundlich, an den Füssen hat sie Krallen, die sich einziehen lassen.

    Hauskatzen besitzen exzellente Augen, die zwar sehr lichtempfindlich sind, in der Dunkelheit aber die geringste Lichtquelle wahrnehmen können. Bei Tageslicht schützt sich das Auge vor der Helligkeit dadurch, dass sich die Pupille zu einem schmalen, senkrechten Spalt verengt. Dadurch erhält die Katze die für sie typischen "Katzenaugen". Weitere Hilfen für die Orientierung der Katze bei Tag und Nacht sind die langen Schnurrhaare.

    Eigentlich sind Hauskatzen nachtaktive Tiere, die deshalb ein feines Gehör und gut entwickelte Augen besitzen. Erst der Mensch hat bewirkt, dass Hauskatzen heute hauptsächlich tagsüber unterwegs sind.

    Ernährung und Fortpflanzung

    Hauskatzen sind Raubtiere und jagen deshalb gerne Kleinsäuger und Vögel; dieser Jagdtrieb ist durchaus natürlich und kann vom Menschen nur schwerlich ganz unterdrückt werden.

    Meistens findet die Paarung der Katzen im Winter oder Frühjahr statt, nach einer Tragzeit von durchschnittlich 65 Tagen wirft das Katzenweibchen bis zu 12 Jungtiere, die noch blind, taub und fast nackt sind.

    Katzenzucht

    Neben der gewöhnlichen Stadt- und Dorfkatze gibt es bestimmte Katzenrassen, die in Züchterkreisen als so genannte Edelkatzen gelten. Man unterscheidet im allgemeinen Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen. Zu den kurzhaarigen Edelkatzen gehören die Siamkatzen. Diese schlanken, sehr temperamentvollen Tiere haben einen schmalen Kopf, blaue Augen und ein hellbeigefarbenes Fell. Ein ähnliches Aussehen haben die Abessinischen Katzen. Als Kartäuserkatzen bezeichnet man kurzhaarige, blaugraue Tiere von kräftigem, gedrungenem Wuchs. Die Perser- oder Angorakatzen sind Langhaarkatzen mit breitem, kurzem Kopf und buschigem Schwanz.

    Geschichte

    Die ersten Nachweise, dass Menschen Katzen hielten, stammen aus dem 8. Jahrtausend v.Chr. Bis zur endgültigen Domestikation der Katze vergingen jedoch noch viele Jahrtausende - bis zum Neuen Reich in Ägypten (etwa 1500 bis 1000 v.Chr.). Dort brachte man den Katzen kultische Verehrung entgegen. Die Katze war auch Lieblingstier des Propheten Mohammed. Mit dem Islam breitete sich die Pflege und Zucht der Katze über Asien und Afrika aus.

    Mit den Mauren kam sie auch nach Spanien. Nach Mitteleuropa gelangten die Hauskatzen erst um die erste Jahrtausendwende. Noch bis in die Neuzeit hinein wurden Katzen mit heidnischen Kulthandlungen in Verbindung gebracht. Sie gelten als Sinnbild für weibliche Schönheit und Rätselhaftigkeit. Die Falbkatzen Ägyptens (Felis silvestris lybica) werden als Ahnen der heutigen Hauskatzen betrachtet. Falbkatzen sind kleine, schlanke Tiere mit schmalem Kopf, großen Ohren und einem langen, spitz auslaufenden Schwanz. Ihre Fellzeichnung ist sehr variabel: Sie können gefleckt, quer gestreift oder fast einfarbig sein.

    Systematik

    Gattung aus der Gattungsgruppe der Kleinkatzen (Felini).

    KALENDERBLATT - 17. Mai

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