Hans Luther

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    deutscher Politiker; * 10. März 1879 in Berlin, † 11. Mai 1962 in Düsseldorf

    Der Politiker war zunächst Oberbürgermeister von Essen. Luther übte von 1923 bis 1925 das Amt des Reichsfinanzministers aus. In dieser Funktion leistete er 1923 einen bedeutenden Beitrag zur Finanzreform und 1924 zur Sanierung des Staatshaushaltes. 1925 wurde er als Nachfolger von Friedrich Ebert zum (parteilosen) Reichskanzler gewählt; in diesem Amt wurde er 1926 von Hindenburg abgelöst. Als Reichskanzler hielt Luther Distanz zum Parlamentarismus, dessen Einfluss er durch Fachminister einzuschränken versuchte. In sein erstes Kabinett bezog er erstmals die Deutschnationalen mit ein. Innenpolitisch stand 1925 die große Steuerreform in seiner Erfolgsbilanz. Von 1930 bis 1933 hatte er das Amt des Reichsbankpräsidenten inne, nachdem sein Vorgänger Hjalmar Schacht wegen des Youngplanes zurückgetreten war. Von 1933 bis 1937 war er Botschafter in den USA. Luther veröffentlichte im Jahr 1960 seine Erinnerungen mit dem Titel "Politiker ohne Partei".

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