Handel

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    die gewerbsmäßige Vermittlung des Austausches von Gütern (Tausch von Naturalien oder gegen Geld) und Dienstleistungen sowie die Gesamtheit aller mit Handel beschäftigten Einrichtungen. Der Großhandel verkauft Waren in großer Menge an Wiederverkäufer oder weiterverarbeitende Betriebe. Die Sachgüter werden dabei nicht oder nur geringfügig verändert. Der Einzelhandel veräußert Waren in kleineren Mengen an Verbraucher oder zur Weiterverarbeitung. Der Handel ist der Mittler zwischen Produzenten und Konsumenten, beiden bietet er seine Dienstleistung an. Neben dem Knüpfen von Kontakten hat er auch ein beratende und informierende Funktion. Güter werden oft in Sortimenten zusammengefasst (Lagerhaltung), in andere Einheiten gepackt und auch über die Entfernungen transportiert. Je nach Absatzgebiet wird zwischen Binnenhandel und Außenhandel unterschieden, je nach Handelsobjekt zwischen z.B. Waren-, Immobilien- und Devisenhandel.

    Geschichte

    Die historischen Ursachen des Handels liegen in der Arbeitsteilung, die sich ursprünglich zwischen verschiedenen Gemeinschaften und Regionen, später auch innerhalb der Gemeinschaften zwischen verschiedenen Wirtschaftsbereichen entwickelte. Tausch wurde wichtig, um Rohstoffe oder Produkte zu erhalten, die im eigenen Lebensraum nicht oder in nicht ausreichendem Maße vorhanden sind.

    Der Fernhandel mit Luxusgütern, später mit Gewürzen, Textilien, Rohstoffen (Kupfer, Zinn, Bronze) entstand bereits im 4. Jahrtausend v.Chr. zwischen Mesopotamien und dem östlichen Mittelmeerraum. Unter dem Einfluss der Kreter, Phöniker, Griechen und Karthager dehnte sich der Fernhandel nach Indien, in den westlichen Mittelmeerraum bis zur europäischen Atlantikküste und der westafrikanischen Küste aus. Durch das römische Weltreich mit seinen Handelswegen und der Normierung von Münzen, Maßen und Gewichten kam es zu einem Aufschwung des Fernhandels. Nach einem Rückgang des Handels während der Völkerwanderungen und dem Zusammenbruch des Fernhandels im Mittelmeerraum, bedingt durch die Ausbreitung des Islam, kam es zu einem erneuten Aufschwung durch Fernhandelsverbindungen nach China, durch Europa und in den Osten.

    Im Mittelalter gab es eine Konzentration des Handels auf die Städte, in Süddeutschland auf Augsburg, Nürnberg und im Norden auf die Hansestädte, im Mittelmeerraum auf Venedig und Genua. Mit der Entdeckung Amerikas und der Seewege nach Ostindien weitete sich der Fernhandel bzw. Überseehandel weiter aus, Westeuropa wurde Welthandelszentrum. Durch die Gründung von Kolonien suchte man sich die Herkunftsländer der Rohstoffe dauerhaft zu sichern. Englische und niederländische Handelsgesellschaften brachen in das spanische und portugiesische Handelsmonopol ein. Mit der industriellen Revolution wurde der Handel revolutioniert: Produktionssteigerung und -differenzierung, Nachrichtenwesen, neue Verkehrswege und -mittel veränderten die Grundlagen des Handels, der fortan die ganze Welt umspannte. Mit der weiteren Herausbildung der Arbeitsteilung auch zwischen einzelnen Produktionszweigen und der Perfektionierung des Verkehrs- und Nachrichtenwesens entwickelte sich der moderne Welthandel.

    KALENDERBLATT - 23. Januar

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