Gerhard Ritter

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    deutscher Historiker; * 6. April 1888 in Sooden an der Werra, † 1. Juli 1967 in Freiburg im Breisgau

    Ritters umfangreiches Schaffen als Historiker gliedert sich in die drei Themenkomplexe: die Reformation und Gegenreformation ("Luther, Gestalt und Symbol", 1925), die Reichsgründungsgeschichte (Biografie des Freiherrn vom Stein, 1931) und die Betrachtungen über das, was als wertbeständiges Erbe der deutschen Geschichte nach dem Faschismus gelten konnte. Als Freund Goerdelers ("Carl Goerdeler und die deutsche Widerstandsbewegung", 1954) war Ritter selbst nach dem 20. Juli 1944 inhaftiert worden. Sein Hauptwerk "Staatskunst und Kriegshandwerk" (1954-68) blieb unvollendet.

    Kalenderblatt - 9. Mai

    1976 Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof wird in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Meinhof beging während des Prozesses gegen sie und andere Mitglieder der Gruppe Selbstmord. Andreas Baader, der wie sie an der Gründung der Baader-Meinhof-Gruppe mitwirkte, nimmt sich im Oktober 1977 im selben Gefängnis das Leben.
    1993 In Paraguay geht bei den ersten demokratischen Wahlen seit der Gründung des Staats die Colorado-Partei als Sieger hervor. Juan Carlos Wasmosy Monti wird neuer Staats- und Regierungschef.
    1994 Nelson Mandela, seit 1991 Vorsitzender des ANC, wird zum ersten schwarzen Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas gewählt. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers dauert bis 1999 an.