George Gershwin
Aus WISSEN-digital.de
amerikanischer Komponist; * 26. September 1898 in New York, † 11. Juli 1937 in Los Angeles
Gershwin entstammte einer Familie, die erst in den neunziger Jahren des 19. Jh.s aus St. Petersburg eingewandert war. Als die Eltern - mehr aus Repräsentationsgründen denn aus wirklichem Interesse an der Musik - ein Klavier anschafften, war das Lebensziel des damals Zwölfjährigen bestimmt. Wenige Jahre später nahm er eine Stelle am Musikverlag Remick an, wo er die verlagseigenen Lieder Tag für Tag den Agenten, Managern und Kapellmeistern zum Verkauf vorzuspielen hatte.
Von früh an wusste Gershwin, dass er als zukünftiger Komponist "popular music" schaffen wollte, wie sie damals am besten von I. Berlin und Jerome Kern geschrieben wurde. Nachdem es ihm gelungen war, einige seiner Lieder in Revuen unterzubringen, erhielt er schließlich vom Musikverlag Harms ein kleines Stipendium, um frei arbeiten zu können.
1919 hatte seine erste Revue "La La Lucille" Premiere und wurde ein Erfolg, viele seiner Lieder waren inzwischen auch in Europa bekannt, wohin er 1923 seine erste Reise unternahm. Inzwischen war Gershwin klar geworden, in welche Richtung seine künstlerischen Pläne zu gehen hatten: Er wollte den Jazz konzertreif machen und dessen volkstümlichen Züge mit den melodischen Formen der Kunstmusik verschmelzen, wie sie ihm besonders bei den Franzosen und Russen begegneten.
1924 wurde die "Rhapsody in Blue" uraufgeführt, mit George Gershwin als Klaviersolisten (das einleitende Klarinettensolo stammt nicht von Gershwin). Nach einer zweiten Europareise folgte 1925 das im Auftrag der New Yorker Symphony Society geschriebene Klavierkonzert "Concerto in F". Ira Gershwin schrieb mittlerweile fast alle Texte für die Kompositionen seines Bruders. 1928 unternahm Gershwin erneut eine Europareise. In Wien traf er mit F. Léhar, E. Kálmán und A. Berg zusammen. Auf dieser Reise entstanden große Teile von "An American in Paris", das am 13. Dezember 1928 in New York uraufgeführt wurde. Seine dreiaktige Oper "Porgy and Bess" wurde am 30. September 1935 in Boston uraufgeführt und anschließend vier Monate lang in New York gespielt.
Gershwin starb 1937 an den Folgen einer Gehirnoperation.
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