Gebirge

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    Als Gebirge bezeichnet man weit ausgedehnte und durch Täler und Kämme vielfach gegliederte Erhebungen der Erdoberfläche. Gebirge sind Landschaften mit charakteristischen Formen (z.B. Berge, Täler und Hochflächen), die sich vom tieferen Umland deutlich absetzen. Ihre wissenschaftliche Erforschung ist die Aufgabe von Geografie und Geologie. Die Forschungsrichtung der Geografie, die sich ausschließlich mit den Gebirgen beschäftigt, nennt sich Orografie.


    Bekannte Gebirgszüge sind die Alpen in Europa, die Rocky Mountains in Nord- und die Anden in Südamerika, das Atlas-Gebirge in Nordafrika und der Himalaja in Asien; dort steht auch der höchste Berg der Erde, der Mount Everest (8 850 m).

    Entstehung

    Die Bildung eines Gebirges heißt Orogenese. Gebirge entstehen im Bereich der oberen Erdschale und werden durch Vorgänge der Plattentektonik an die Erdoberfläche gedrückt. Dort werden sie durch Einflüsse wie Wasser und Wind weiter geformt (Erosion). Eine andere Möglichkeit der Gebirgsentstehung ist der Vulkanismus.

    Es wird unter anderem nach der Entstehungsart unterschieden zwischen Vulkan-, Falten-, Decken- und Bruchschollen-Gebirge. Außerdem werden Gebirge nach ihren verschiedene Gipfelformen (Kamm- und Kuppengebirge) und nach ihrem Grundriss (Ketten- und Massengebirge) eingeteilt. Ein Mittelgebirge erreicht Höhen bis 1 500 m, darüber spricht man von einem Hochgebirge.

    Gebirge und Klima

    Den Gebirgen kommt eine wichtige Funktion bei der Entstehung des Klimas zu: Sie bilden eine Barriere gegen Niederschläge und Wind. In den Gebirgen selbst kommt es zur Ausbildung eigener Witterungsverhältnisse, dem so genannten Gebirgsklima. Charakteristisch hierfür sind z.B. die Abnahme des Luftdrucks mit zunehmender Höhe, geringe Luftfeuchtigkeit und niedrigere Temperaturen. Gewöhnlich dauern die winterlichen Wetterverhältnisse im Gebirge länger an. Regen und Nebel treten öfter als in der Ebene auf. Hochgebirge haben auf ihren Gipfeln Dauerschnee.

    Stark vereinfachend kann man auch sagen, dass die Gebirge eine vertikale Entsprechung zur Verteilung der Klimazonen auf der Erde aufweisen, d.h. mit zunehmender Höhe spiegeln Gebirge den Übergang zwischen gemäßigter und polarer Klimazone.

    Entsprechend ist auch die Flora des Gebirges von der Höhe abhängig. Die Baumgrenze der Gebirge kann je nach den klimatischen Bedingungen zwischen 600 m und 4 500 m liegen. In den Alpen liegt sie ungefähr bei 1 800 m. Oberhalb der Baumgrenze wachsen Gräser, und in noch höheren Regionen gibt es nur noch Flechten und Moose.

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