Friedrich Arnold Brockhaus

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    deutscher Buchhändler und Verleger; * 4. Mai 1772 in Dortmund, † 20. August 1823 in Leipzig

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    Friedrich Arnold Brockhaus

    1796 wurde Brockhaus Teilhaber einer Großhandelsfirma für englische Manufakturwaren in Dortmund. Zerwürfnisse mit seinen Partnern veranlassten ihn 1802, nach Amsterdam überzusiedeln, wo er sich selbstständig machte.

    Brockhaus entschloss sich 1805, zum Buchhandel überzuwechseln. 1814 wurde die von ihm gegründete Firma "Kunst- und Industrie-Comptoir" nach ihm benannt. 1808 kaufte er das "Conversationslexikon" Löbels und Frankes an.

    In Altenburg stellte er mit Werken der Romantiker und der Urania seinen belletristischen Verlag auf feste Füße und griff, als Gegner Napoleons, politisch-publizistisch ein, vornehmlich mit den Deutschen Blättern (1813 bis 1816; Tageszeitung und Nachrichtenblatt des Hauptquartiers der Verbündeten; auf Befehl des Fürsten Schwarzenberg).

    Im Frühjahr 1817 gelang es ihm, sich in Leipzig niederzulassen; 1818 wurde er Bürger. Brockhaus pflegte in seinem Verlag vornehmlich Literatur (J. A. Ebert, J. S. Ersch, J. Hermes), Wissenschaft (Schopenhauers erster Verleger) und Politik.

    Das Konversationslexikon, an dessen Entwicklung er auch als Redakteur entscheidenden Anteil hatte und von dem fünf Auflagen zu seinen Lebzeiten erschienen, war der Mittelpunkt des Verlags und ist es auch unter seinen Nachfolgern bis heute geblieben.


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