Frans Hals

    Aus WISSEN-digital.de

    niederländischer Maler

    geboren: in Antwerpen

    gestorben: 1. September 1666 in Haarlem

    Frans Hals ist der Hauptmeister der Haarlemer Malerschule und einer der größten Porträtmaler überhaupt.

    Hals war Schüler des K. van Mander; er entnahm seine Stoffe ausschließlich der bürgerlichen Wirklichkeit seiner Zeit (Genrebilder, Bildnisse, Schützenstücke) und befreite die niederländische Malerei dadurch vom Romanismus. Er gilt als Mitbegründer einer von Italien ganz unabhängigen, holländischen Kunst. Seine Malweise machte eine Entwicklung durch von sorgfältiger Zeichnung und schwerer Farbe zu immer flotterem Strich, helleren und leichten Farben und schließlich zu einem grauen Gesamtton der Gemälde ohne Lokalfarben, worin sich der Einfluss Rembrandts bemerkbar macht. Sein Vortrag wird immer breiter und skizzenhafter, schließlich erfasst er mit höchster Sicherheit den Menschen in der Bewegung des Augenblicks. Mit Recht konnte der Impressionismus einen Vorläufer in ihm sehen.

    Hauptwerke: "Die Georgsschützen" (1616; 2. Bild 1627); "Die Cluveniersschützen" (1627); "Malle Babbe" (1633-36); "Die Regenten des Elisabeth-Hospitals" (1641); "Die Regenten des Altmännerhauses" (1664); "Die Regentinnen des Altmännerhauses" (1664); "Der lustige Zecher" (Kassel, Staatliche Gemäldegalerie, und Amsterdam, Rijksmuseum); "Musizierende Knaben" (Kassel, Staatliche Gemäldegalerie); "Junger Mann mit dem Schlapphut" (um 1660, Kassel, Staatliche Gemäldegalerie).


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