Flugschriften

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Flugblätter, fliegende Blätter (von französisch: feuille volante);

    meist einseitige (manchmal auch bis zu 50 Seiten umfassende), einmalig erscheinende publizistische Produktionen von oft kleinem Format zu Propaganda- oder Informationszwecken. Mit Flugschriften wird die Öffentlichkeit beeinflusst; ihr Inhalt ist selten sachlich und objektiv. Sie umgehen die Zensur und bedienen sich zahlreicher stilistischer Mittel.

    Geschichte

    Als Streitschriften schon im Mittelalter von nachweisbarem Einfluss (in den Kämpfen Kaiser - Papst), als Druckschriften (Erfindung des Buchdrucks) seit dem 15. Jh. (Reformation, Bauernkriege) mit entscheidend für die Bildung der öffentlichen Meinung. Vorläufer der Gesinnungspresse und der Presse überhaupt; Verbreitung besonders auf Jahrmärkten, an Wallfahrtsplätzen; wichtige kulturgeschichtliche Quelle für Reformationszeit, Dreißigjährigen Krieg, Französische Revolution, Befreiungskriege und die Revolutionen des 19. Jh.s.

    KALENDERBLATT - 6. Dezember

    1882 Carl Millöckers Operette "Der Bettelstudent" wird in Wien uraufgeführt.
    1882 Die deutsche Kolonialbewegung schafft sich mit der Gründung des "Deutschen Kolonialvereins" ein zentrales Organ.
    1890 Die Oper "Die Trojaner. Erster Teil – Die Einnahme von Troja" von Hector Berlioz wird in Karlsruhe in der deutschen Fassung uraufgeführt.



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