Finanzierung

    Aus WISSEN-digital.de

    (französisch)

    umfasst alle Maßnahmen zur Beschaffung und Bereitstellung von Zahlungsmitteln für Zwecke der Unternehmenstätigkeit (Investitionen).

    Hierbei unterscheidet man:

    Fremdfinanzierung: Kapitalgeber überlassen dem Unternehmen Zahlungsmittel gegen einen fest vereinbarten Preis (Zins). Fremdfinanzierungen sind fast immer zeitlich befristet. Die wichtigsten Formen der kurzfristigen Fremdfinanzierung sind Kontokorrent- und Wechselkredit. Die wichtigsten Formen der langfristigen Fremdfinanzierung sind Hypothek, Schuldscheindarlehen und Anleihe.

    Eigenfinanzierung: Hier unterteilt man wiederum in die Beteiligungsfinanzierung und Selbstfinanzierung. Bei der Beteiligungsfinanzierung wird Kapital von außen beschafft, allerdings erhält der Kapitalgeber keinen festen Zins, sondern eine Gewinnbeteiligung prozentual zu seinem Anteil (Rendite). Bei Personengesellschaften haften die Eigenkapitalgeber im Konkursfall mit ihrem Privatvermögen, d.h. sie müssen im Verlustfall auch den Verlust mittragen. Bei der Selbstfinanzierung werden Gewinne aus der Unternehmenstätigkeit nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert ("gespart") und/oder für Investitionen ausgegeben. Eigenfinanzierungen sind fast immer zeitlich unbegrenzt.

    Finanzierung ist auch ein Teil der Betriebswirtschaftslehre und wird an Universitäten als spezielle Betriebswirtschaftslehre unterrichtet. Ursprünglich gehörten inhaltlich alle Finanzierungsmaßnahmen und deren bilanzielle Abbildung, Sicherung der Liquidität und externe Beurteilung der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens dazu. Neuerdings wird das Fach Finanzierung auch auf den Bereich Investitionen und Bankbetriebslehre ausgeweitet.


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